Das stand gestern groß auf der Leinwand eines IHK-Vortrags zur Altersvorsorge. Auf der Bühne: Einer der größten Finanzvertriebe Deutschlands. Und genau das beschäftigt mich seitdem. Denn gleichzeitig ging es dort um: 👉 Rürup 👉 Riester 👉 Altersvorsorgedepots 👉 Versicherungsprodukte Also genau um die Produkte, bei denen viele Menschen die langfristigen Konsequenzen überhaupt nicht abschätzen können. Ich weiß das, weil ich selbst so ein Beispiel bin. 2009 habe ich einen Rürup-Vertrag abgeschlossen. Heute liegen dort rund 25.000 €. Das Problem: 👉 Ich komme an dieses Geld nicht mehr ran. Damals hat mir niemand erklärt, was jahrzehntelange Kapitalbindung wirklich bedeutet. Niemand hat erklärt, wie sich fehlender Zugriff irgendwann anfühlt. Und gestern fiel dann noch ein Satz, der mir ehrlich gesagt hängen geblieben ist: 👉 „1 % Kosten sind doch nicht viel.“ Doch. Über 20, 30 oder 40 Jahre können sie brutal viel sein. Das Problem ist: Die meisten Menschen können das gar nicht einschätzen. So wie ich damals. Und genau deshalb stört mich etwas ganz grundsätzlich: “Warum geben öffentliche Institutionen wie die IHK genau solchen Vertrieben die Bühne für „finanzielle Bildung“? Denn durch diesen Rahmen entsteht automatisch Vertrauen. Viele Menschen denken: 👉 „Das wird schon richtig sein.“ Aber genau dort müssten aus meiner Sicht die kritischen Fragen gestellt werden: Was bedeuten Kosten langfristig wirklich? Was bedeutet Kapitalbindung? Was bedeutet fehlender Zugriff? Was passiert steuerlich später? Und wie frei ist man am Ende tatsächlich noch? Denn finanzielle Bildung bedeutet aus meiner Sicht nicht, Produkte zu kennen. Finanzielle Bildung bedeutet: 👉 die Konsequenzen zu verstehen.