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689 contributions to Goldrichtig investieren ✨
Zwischen YouTube-Illusion und Realität: Warum ich nicht mehr Rendite jage, sondern Überleben sichere
Ich sitze gerade vor YouTube. Ein Video läuft, das nächste ist schon geladen. „Passives Einkommen“, „beste ETFs 2026“, „dieser Coin kurz vor dem Ausbruch“. Und ich merke, wie mich das gleichzeitig anzieht und abstößt. Entweder haben die alle den Code geknackt… oder ich schaue mir gerade eine verdammt gut produzierte Illusion an. Ich tendiere stark zur zweiten Option. Nach 30 Jahren im Spiel erkenne ich die Muster. Und trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich kurz hängen bleibe. Nicht wegen der Inhalte. Sondern wegen dem Versprechen dahinter: Kontrolle. Klarheit. Sicherheit. Genau das verkauft diese ganze Szene. Zinseszins wird zur Wunderwaffe erklärt, ETFs zur sicheren Bank, Immobilien zur Stabilität, Bitcoin zur Zukunft. Und Trading natürlich als Beweis, dass man nur schlau genug sein muss, um den Markt zu schlagen. Das Problem ist nicht, dass irgendetwas davon grundsätzlich falsch ist. Das Problem ist, dass niemand dir zeigt, wo es bricht. Niemand baut Reichweite damit auf, ehrlich zu sagen: „Das funktioniert, bis es dich zerstört.“ Also bekommst du eine gefilterte Realität. Gewinne ohne Verluste. Strategien ohne Kontext. Sicherheit ohne Preis. Und genau hier liegt für mich der Kernfehler. Es geht nicht darum, was ich kaufe. Es geht darum, wie fragil das System ist, in dem ich es halte. Wenn ich das Ganze durch die Linse von Nassim Nicholas Taleb betrachte, wird es plötzlich klar. Die entscheidende Frage ist nicht: „Was bringt mir die höchste Rendite?“ Sondern: „Was passiert, wenn ich komplett falsch liege?“ Und in dem Moment verlieren die meisten dieser YouTube-Strategien ihren Glanz. ETFs zum Beispiel. Rational, effizient, einfach. Ich kaufe den Markt und lasse ihn laufen. Klingt vernünftig. Aber ich kaufe eben auch alles mit: Überbewertungen, Hypes, Klumpenrisiken. Wenn Kapital sich in wenigen großen Titeln staut, bin ich dabei. Still und passiv. Der ETF ist kein Schutz. Er ist ein Spiegel. Und der zeigt mir auch die hässlichen Seiten. Diversifikation wird genauso missverstanden. Viele Positionen bedeuten nicht automatisch Sicherheit. Wenn alles im gleichen Moment fällt, habe ich nichts diversifiziert. Ich habe nur mein Risiko verteilt. Echte Diversifikation bedeutet für mich: unterschiedliche Risiken, unterschiedliche Reaktionen, echte Unabhängigkeit. Das ist unbequemer. Aber ehrlich.
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Zwischen YouTube-Illusion und Realität: Warum ich nicht mehr Rendite jage, sondern Überleben sichere
47 % nennen Sicherheit als wichtigstes Anlageziel
So steht es in der aktuellen Studie der BarmeniaGothaer gemeinsam mit forsa. Flexibilität folgt mit 26 %, Rendite mit 13 %. Gleichzeitig investieren immer mehr Menschen in ETFs, inzwischen etwa jeder Zweite, während klassische Produkte vor allem bei Älteren dominieren. Die Interpretation liegt auf der Hand: Generationen ticken unterschiedlich. Die Realität ist unbequemer. Aus Sicht meiner Sicht offenbart diese Studie kein Altersproblem, sondern ein Denkproblem. Menschen priorisieren Sicherheit, aber sie definieren sie falsch. Sie verwechseln die Abwesenheit von Schwankung mit der Abwesenheit von Risiko. Das Ergebnis ist eine kollektive Selbsttäuschung. Der junge Anleger kauft ETFs und glaubt an Diversifikation, der ältere Anleger kauft Bankprodukte und glaubt an Stabilität. Beide optimieren auf ein Gefühl, nicht auf Robustheit. Die Zahlen zur steigenden ETF-Nutzung werden gern als Fortschritt verkauft. Doch auch hier wirkt die gleiche Illusion. Ein ETF reduziert Einzeltitelrisiken, nicht aber Systemrisiken. In Stressphasen korrelieren Märkte, Liquidität trocknet aus, und Diversifikation verschwindet genau dann, wenn sie gebraucht wird. Die Finanzkrise 2008 war kein Ausrutscher, sondern ein Lehrstück. Wer damals „breit gestreut“ war, war trotzdem voll exponiert. Gleichzeitig zeigt die Präferenz für Sicherheit eine tiefere Schwäche: Anleger denken in linearen Modellen. Sie extrapolieren Vergangenheit, vertrauen auf Prognosen und glauben an Stabilität, solange sie lange genug anhält. Meine zentrale These stellt genau das infrage. Die entscheidenden Ereignisse sind selten, extrem und außerhalb der Modelle. Sie lassen sich nicht prognostizieren, nur überstehen. Hier setzt die via negativa an. Nicht die Frage „Was bringt Rendite?“ ist entscheidend, sondern „Was kann mich ruinieren?“. Wer Sicherheit sucht, sollte nicht nach sicheren Produkten greifen, sondern nach fragilen Strukturen suchen und sie eliminieren. Komplexe Finanzprodukte, scheinbar stabile Zinsversprechen, blinde Abhängigkeit von Systemen – all das gehört gestrichen. Sicherheit entsteht nicht durch Addition, sondern durch Subtraktion.
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47 % nennen Sicherheit als wichtigstes Anlageziel
Alle reden von 1980. Keiner versteht, warum es damals wirklich beim Goldpreis gekracht hat
Es ist früher Morgen. Ein Mann sitzt am Küchentisch, irgendwo in Deutschland. Unternehmer, wach, klar im Kopf. Vor ihm: Kaffee, Handy, Schlagzeilen. „Gold auf Rekordhoch.“„Droht der Absturz wie 1980?“„Experten warnen vor Blase.“ Er scrollt. Bleibt hängen. Und denkt sich:Schon wieder diese 1980-Geschichte. In seinem Kopf entsteht ein Bild. Nicht von heute. Sondern von damals. Januar 1980. Gold bei 850 Dollar. Zehn Jahre zuvor: 35 Dollar. Ein Anstieg, der nichts mehr mit Vernunft zu tun hat. Menschen kaufen nicht mehr, weil sie verstehen. Sie kaufen, weil es steigt. Klassische Endphase einer Spekulation. Aber während vorne die Euphorie tobt, passiert hinten etwas, das alles entscheidet: Paul Volcker sitzt bei der Federal Reserve und macht etwas, das heute kaum noch vorstellbar ist: Er zieht die Zinsen hoch. Nicht vorsichtig. Nicht politisch korrekt. Sondern brutal. Richtung 20 Prozent. Warum? Weil die Inflation außer Kontrolle ist. Ende der 70er liegt sie in den USA bei über 14 Prozent. Das Vertrauen ins Geldsystem bröckelt. Gold ist nicht „Investment“. Es ist Flucht. Und dann passiert das, was heute viele einfach ausblenden: Die Therapie wirkt. - Inflation fällt innerhalb weniger Jahre auf unter 4 Prozent - Realzinsen werden positiv - Kapital bekommt wieder Rendite - Vertrauen kehrt zurück Und Gold? Fällt. Nicht mysteriös. Nicht überraschend.Sondern logisch. Von 850 Dollar runter auf etwa 300 in den folgenden Jahren.Weil der Grund für seine Existenz verschwindet. Der Mann am Küchentisch legt das Handy kurz weg. Dann schaut er wieder drauf. Zurück in die Gegenwart. Die gleichen Schlagzeilen.Die gleichen Vergleiche.Die gleiche bequeme Story: „Das ist wie 1980.“ Er schüttelt leicht den Kopf. Denn diesmal fehlt etwas Entscheidendes. Oder besser gesagt: Mehrere Dinge. Er denkt an die Schulden. 1980: etwa 30 bis 35 Prozent vom BIP in den USA.Heute: über 120 Prozent. Damals konnte man die Zinsen auf 20 Prozent hochziehen und das System überlebte. Heute? Mach das Gleiche – und du bekommst keine Inflationsbekämpfung.Du bekommst eine Schuldenkrise.
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Alle reden von 1980. Keiner versteht, warum es damals wirklich beim Goldpreis gekracht hat
Der Cantillon-Effekt: Wie neues Geld alte Ungleichheit verstärkt
Die moderne Geldpolitik verkauft sich gern als technokratische Notwendigkeit. Stabilität sichern, Krisen glätten, Wachstum ermöglichen. Klingt sauber, fast steril. In Wahrheit ist sie ein Verteilungsmechanismus mit eingebauter Schlagseite. Der aktuelle Kontext liefert das perfekte Beispiel: Nach den Inflationsschocks der letzten Jahre stehen Institutionen wie die Europäische Zentralbank und die Federal Reserve im Dauerstress. Zinsen rauf, Zinsen runter, Liquidität rein, Liquidität raus. Die Öffentlichkeit diskutiert über Inflation, Rezession, weiche Landungen. Fast niemand spricht über das eigentliche Problem: die Reihenfolge, in der Geld verteilt wird. Genau hier setzt der Gedanke von Richard Cantillon an. Geld ist nicht neutral. Es war es nie. Und es wird es auch nicht werden, egal wie viele Modelle Volkswirte noch bauen. Der Cantillon-Effekt beschreibt etwas, das so offensichtlich ist, dass es gern übersehen wird: Neues Geld gelangt nie gleichzeitig zu allen. Es tritt an einem bestimmten Punkt ins System ein. Und von dort aus breitet es sich aus wie ein Tropfen Tinte im Wasser – nur dass einige bereits trinken, während andere noch warten, dass überhaupt etwas ankommt. Die ersten Empfänger sind selten die, die es „brauchen“. Es sind Banken, große Unternehmen, Staaten, Finanzakteure. Sie stehen direkt an der Quelle. Wenn frische Liquidität in den Markt gepumpt wird, nutzen sie sie sofort: Sie kaufen Vermögenswerte, treiben Preise, sichern sich Positionen. Währenddessen sitzt der Durchschnittshaushalt nicht an der Quelle, sondern irgendwo weit stromabwärts. Wenn das Geld endlich dort ankommt, hat es bereits seine Wirkung entfaltet. Preise sind gestiegen. Vermögenswerte sind teurer. Kaufkraft ist geschrumpft. Das Ergebnis ist keine klassische Inflation. Es ist eine stille Umverteilung. Die letzten Jahre liefern eine fast lehrbuchhafte Illustration. In der Pandemie wurde massiv Geld geschaffen. Märkte wurden stabilisiert, ja. Aber vor allem wurden sie aufgebläht. Aktienmärkte erreichten Höchststände, Immobilienpreise schossen durch die Decke.
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Der Cantillon-Effekt: Wie neues Geld alte Ungleichheit verstärkt
Ratschläge ohne Risiko sind Betrug
Der Influencer lächelt in die Kamera. Er verkauft dir Gewissheit wie andere Leute Proteinpulver. „Mach das. Denk so. Investier hier.“ Alles wirkt sauber. Linear. Kontrollierbar. Die Realität ist nichts davon. Was er dir nicht zeigt, ist das Entscheidende: Er trägt kein Risiko. Er lebt von der Empfehlung, nicht vom Ergebnis. Oscar Wilde hat das vorweggenommen, ohne Instagram zu kennen: Guter Rat wird weitergereicht, weil er für den Geber keinen Wert hat. Er ist zu leicht, um ihn selbst zu behalten. Das ist kein Zynismus. Das ist Diagnose. Wir leben in einer Ökonomie der folgenlosen Aussagen. Meinungen skalieren. Verantwortung nicht. Ein Investment-Guru empfiehlt Durchhalten. Du hältst. Der Markt fällt. Du verlierst. Er postet weiter. Ein Politiker beschließt Programme in Milliardenhöhe. Die Wirkung verpufft. Die Kosten bleiben. Er wechselt das Amt. Das System hat einen blinden Fleck: Es trennt Handlung von Haftung. Und genau hier wird es interessant. Codex Hammurabi kannte dieses Problem nicht. Dort war die Welt einfach und brutal ehrlich: Wenn du ein Haus baust und es stürzt ein, bist du verantwortlich. Nicht rhetorisch. Real. Überzogen? Ja. Effektiv? Ebenfalls. Die Botschaft war klarer als jede moderne Regulierung: Wenn du entscheidest, trägst du die Konsequenz. Heute haben wir das Gegenteil perfektioniert. Wir haben Systeme gebaut, in denen derjenige, der spricht, nichts verliert. Und derjenige, der folgt, alles. Das erzeugt eine perverse Dynamik: Die lautesten Stimmen sind die mit dem geringsten Einsatz. Die vorsichtigsten sind die mit dem meisten. Deshalb klingen Ratschläge so überzeugend. Sie sind billig. Und genau deshalb sind sie gefährlich. Die eigentliche Frage ist nicht, ob ein Rat gut gemeint ist. Sondern ob er jemanden etwas kostet, wenn er falsch ist. Wenn nicht, ist er wertlos. Vielleicht sogar toxisch. Stell dir eine Welt vor, in der sich das dreht: Der Influencer verliert mit dir. Der Politiker zahlt für Fehlentscheidungen. Der Berater haftet für seine Empfehlungen.
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Ratschläge ohne Risiko sind Betrug
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Ronny Wagner
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@ronny-wagner-6738
✨ 49, Gold-Händler, Gründer der Schule des Geldes e.v., Experte für finanzielle Bildung, Podcast „Goldrichtig investieren“. ✨

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Schwarzheide
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