Im Call ging es diesmal um mehrere Themen aus den Bereichen Ausdauertraining, Leistungsdiagnostik, Gewichtsreduktion und Laufökonomie. Gewichtsverlust bei gleichzeitigem Leistungserhalt Wenn das Ziel ist, Körpergewicht zu reduzieren und gleichzeitig die sportliche Leistungsfähigkeit möglichst wenig einzuschränken, spielt das Fueling rund um die Trainingseinheit eine entscheidende Rolle. Vor, während und nach intensiven Einheiten sollten ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung stehen. Die Kalorien werden dann eher außerhalb des Trainings eingespart, also über den restlichen Tagesverlauf. Gerade bei intensiven oder langen Einheiten ist es wenig zielführend, genau dort die Energiezufuhr stark einzuschränken. Metabolisches Profil und Kohlenhydratverbrauch Anhand einer Leistungsdiagnostik haben wir uns ein metabolisches Profil angeschaut. Interessant war hier, dass selbst im Bereich der Fat-Max-Zone noch rund 59 g Kohlenhydrate pro Stunde verbraucht wurden. Das zeigt nochmal sehr gut, dass „Fettstoffwechseltraining“ nicht bedeutet, dass der Körper ausschließlich Fett als Energieträger nutzt. Auch bei niedriger und moderater Intensität bleibt der Kohlenhydratverbrauch relevant. Carbonschuhe Wir haben besprochen, was Carbonschuhe eigentlich schneller macht. Die Carbonplatte selbst verschiebt primär den Kraftvektor und beeinflusst die Mechanik. Der größte Teil des Geschwindigkeitsvorteils entsteht jedoch durch den hochreaktiven Schaum und die damit verbesserte Laufökonomie. Meine Empfehlung ist trotzdem, Carbonschuhe nicht dauerhaft im Training einzusetzen. Für einen wichtigen Wettkampf oder Test reichen aus meiner Sicht wenige Einheiten vorher, um sich an den Schuh zu gewöhnen, und anschließend der Einsatz beim eigentlichen Event. Im normalen Training würde ich überwiegend auf klassische Laufschuhe setzen, da ein dauerhafter Einsatz aus meiner Erfahrung das Risiko für Beschwerden, unter anderem im Bereich der Achillessehne, erhöhen kann. Wie viele Wochenkilometer brauche ich?