Nach dem Leutasch Trail sind bei mir einige Fragen offen geblieben. Ich war 11:46 Stunden unterwegs und natürlich haben viele Faktoren das Rennen beeinflusst. Trotzdem wollte ich einen Punkt genauer verstehen: Meine Flüssigkeits- und Natriumversorgung bei Hitze.
Deshalb habe ich einen Schweißtest gemacht – einfach, um meinen Körper besser kennenzulernen.
Das Ergebnis war zunächst gar nicht so spektakulär: 720 mg Natrium pro Liter Schweiß. Also eher im mittleren Bereich und nicht das, was ich erwartet hatte.
Richtig spannend wurde es aber, als ich zusätzlich meine Schweißrate gemessen habe. Bei einem einstündigen Lauf bei etwa 27 °C habe ich rund 1,6 Liter Schweiß verloren – ohne währenddessen etwas zu trinken. Das entspricht einem Natriumverlust von ungefähr 1.150 mg pro Stunde.
Wenn ich das mit dem Leutasch Trail vergleiche, wird es interessant: Dort habe ich im Schnitt etwa 500 ml Flüssigkeit, 350–400 mg Natrium und rund 85 g Kohlenhydrate pro Stunde aufgenommen. Ob das einer der limitierenden Faktoren im Rennen war, kann ich natürlich nicht sagen – dafür spielen bei einem Ultra einfach zu viele Dinge eine Rolle. Die Zahlen zeigen mir aber, dass ich meine Trink- und Natriumstrategie künftig noch gezielter testen möchte.
Das Ganze ist für mich kein abgeschlossenes Thema. Ich werde die Schweißratenmessung immer mal wieder wiederholen – bei unterschiedlichen Temperaturen, Intensitäten und längeren Läufen. Ich bin gespannt, wie sich die Werte verändern und ob sich daraus mit der Zeit ein noch klareres Bild ergibt.
Habt ihr eure Schweißrate oder euren Natriumverlust schon einmal gemessen?