Wollte euch mal ein kleines Update aus meinem Training für den Bremer Marathon geben. diese Woche startet mein zweiter und letzter Peak Block, und der bringt gerade einiges an Kopfkino mit sich. Ich zweifle momentan bei jedem Training an mir. Gefühlt sehe ich keinen Fortschritt, eher im Gegenteil: Die Herzfrequenz ist ständig viel zu hoch für die Pace, die ich laufe. Im letzten Lauf vor der Erholungswoche bin ich dann komplett eingebrochen - vermutlich zu wenig getrunken, die HF ist immer weiter geklettert, bis ich bei 171 lag, in einer Pace, die sonst locker Zone 1-2 wäre. Hab den Lauf abgebrochen. Dazu kam noch das leidige Schuhthema: Durch die längeren Läufe habe ich gemerkt, wo der Schuh drückt, und mir dabei die Zehen so zugerichtet, dass ich in der Recovery Week nur noch Krafttraining und Schwimmen machen konnte, weil einfach jeder Schuh wehgetan hat. Danach dachte ich, ich starte erholt und topfit in die reguläre Woche - aber nichts, alles wie immer. Ich weiß, vieles davon spielt sich nur in meinem Kopf ab, aber es fällt mir gerade schwer, nach jedem Training unzufrieden zu sein, weil die Leistung nicht mit meinen Erwartungen zusammenpasst. Dabei sollte ich eigentlich stolz sein, dass ich trotz 40 Stunden Lohnarbeit und Hitze wirklich jedes Training in dieser anstrengenden Phase durchgezogen habe. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den Wettkampf in ein paar Wochen und hoffe, dass sich die Unzufriedenheit dann in Luft auflöst. Wie läuft's bei euch so? Seid ihr auch in den letzten harten Trainingswochen oder geht's langsam Richtung offseason? Und kennt ihr solche Phasen oder geht ihr das alles etwas weniger verkopft an?