Es war Erzählung. Mehr nicht.
Der sogenannte „Kryptokollaps“ zerstört gerade keine Technik, keine Vision, keine Zukunft. Er zerstört eine Fantasie, die nur funktionierte, solange immer neue Käufer an sie glaubten.
Eine kurze Erinnerung aus der echten Welt:
Wert entsteht nicht durch Whitepaper, Communities oder Hoffnung. Wert entsteht durch Überleben unter Stress. Alles andere ist Marketing.
Krypto hatte seinen Stresstest.
Steigende Zinsen. Liquiditätsentzug. Vertrauensverlust.
Ergebnis: Implosion.
Das ist kein Zufall. Das ist Physik.
Ich habe dutzende Gespräche mit Menschen geführt, die mir erklärten, Bitcoin sei „digitales Gold“. Dieselben Menschen erklärten mir später, warum man jetzt „halt Geduld“ brauche. Geduld ist das Lieblingswort gescheiterter Spekulationen.
Gold braucht keine Geschichte.
Gold braucht keine Updates.
Gold braucht keinen neuen Käufer, um seine Funktion zu erfüllen.
Krypto schon.
Das Kernproblem ist nicht Betrug, Regulierung oder schlechte Akteure.
Das Kernproblem ist Fragilität.
Ein System, das nur in perfekten Bedingungen funktioniert, ist kein Fortschritt. Es ist eine Wette auf Dauer-Sonnenschein.
Wer glaubt, der Kollaps sei nur ein temporärer Rückschlag, hat das Spiel nicht verstanden. Fantasien kommen nicht stärker zurück, wenn sie einmal entzaubert sind. Sie werden ersetzt.
Nicht durch bessere Coins.
Sondern durch Realität.
Und Realität ist langweilig, schwer und gnadenlos.
Deshalb meiden sie so viele.