Warum „breit diversifiziert“ oft nur eine Illusion ist
„Ich bin breit diversifiziert – ich habe mehrere ETFs.“
Diesen Satz hört man häufig. Und auf den ersten Blick klingt er auch plausibel.
Verschiedene ETFs, unterschiedliche Regionen, vielleicht mehrere Branchen – das wirkt nach Streuung. Doch bei genauer Betrachtung entsteht oft kein wirklich diversifiziertes Vermögen, sondern lediglich eine Verteilung innerhalb desselben Systems.
Denn die meisten ETFs basieren auf einem gemeinsamen Fundament: dem Aktienmarkt.
Das bedeutet:
Auch wenn die Positionen unterschiedlich aussehen, reagieren sie in vielen Situationen sehr ähnlich. Gerade in Krisenphasen zeigt sich, dass Korrelationen steigen.
Märkte fallen nicht selektiv – sie fallen gemeinsam.
Der vermeintliche Schutz durch Diversifikation greift dann nicht.
Ein weiterer Punkt wird häufig übersehen: Liquidität im Ernstfall.
Viele Anleger sind nahezu vollständig investiert. Kapital ist gebunden, Märkte schwanken – und genau dann fehlt oft die Flexibilität, ruhig und strategisch zu handeln.
Positionen müssen unter Druck verkauft werden, weil keine Reserven vorhanden sind.
Doch echte Diversifikation bedeutet mehr als Streuung innerhalb einer Anlageklasse.
Sie bedeutet, Vermögen so aufzubauen, dass unterschiedliche Bausteine unabhängig voneinander funktionieren.
Dazu gehören beispielsweise:
  • Anlageklassen mit unterschiedlicher Reaktion auf Marktphasen
  • Bausteine mit stabilisierender Funktion
  • Liquide Mittel für Flexibilität
  • Werte, die außerhalb klassischer Finanzmärkte existieren
Erst dann entsteht ein System, das nicht nur in guten Zeiten funktioniert, sondern auch in schwierigen Phasen Bestand hat.
Diversifikation ist keine Frage der Anzahl. Sondern der Struktur.
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Niklas Holst
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Warum „breit diversifiziert“ oft nur eine Illusion ist
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