Heute zwei neue Releases. Und mein Hirn kommt kaum hinterher. 😅
Claude Opus 4.6 und GPT-5.3 Codex sind gleichzeitig live gegangen. Wenn das Tempo so bleibt, brauche ich bald ernsthaft einen Agenten, der meine Agenten testet. Der eigentliche Punkt ist aber nicht „noch ein neues Modell“. Beide Releases zeigen sehr klar dieselbe Entwicklung: ⚠️ Coding verliert seinen Sonderstatus. Und das ist größer, als es erstmal klingt. Hier meine erste Einordnung. Details werden in den nächsten Tagen sicher noch nachziehen. ** Claude Opus 4.6 – der Langstreckenläufer ** Claude spielt seine Stärke vor allem dort aus, wo andere Modelle bisher schlappgemacht haben: bei Länge, Komplexität und Dauer. Was neu ist: Claude kann mit extrem großen Kontexten umgehen, bleibt über lange Sessions stabil und arbeitet direkt mit klassischen Business-Formaten wie Excel und PowerPoint. Besonders spannend: Mehrere Agenten können parallel an einem Projekt arbeiten und sich selbst koordinieren. Dazu kommt ein Mechanismus, der alten Kontext automatisch verdichtet, damit die Arbeit nicht abbricht, nur weil es „zu viel“ wird. Kurz gesagt: gebaut für echte Arbeitsprozesse, nicht für Einmal-Prompts. ** GPT-5.3 Codex – der Bauarbeiter ** Codex geht in eine andere Richtung: bauen, umsetzen, liefern. Aus einer Beschreibung entstehen komplette Websites, Apps oder Spiele. Man kann dem Agenten beim Arbeiten zuschauen, eingreifen und nachjustieren. Das Modell ist schneller, günstiger pro Ergebnis und erstmals offiziell als „High Capability“ im Bereich Cybersecurity eingestuft – es findet aktiv Schwachstellen in Codebases. Kurz: extrem stark, wenn es darum geht, Dinge schnell Realität werden zu lassen. ** Was wirklich passiert ** Beide Modelle erledigen heute Aufgaben, für die man vor einem Jahr noch zwingend Entwickler brauchte. Ein Pitchdeck aus einem Briefing. Eine Landingpage für ein neues Projekt. Eine Analyse über hunderte Seiten Geschäftsbericht. Apps, Plugins, komplexe Webprojekte. Das alles ist kein Hexenwerk mehr. 👉 Der Engpass verschiebt sich. Nicht mehr: „Kann jemand das coden?“