OpenAI hat rund um Weihnachten gleich mehrere größere Updates für ChatGPT ausgerollt. Kein einzelnes Feature, sondern ein ganzer Schwung an Neuerungen, die vor allem den Arbeitsalltag betreffen. Hier der Überblick – inklusive Einordnung.
1. Der ChatGPT App Store ist da
OpenAI hat einen eigenen App Store für ChatGPT gestartet.
Über das Tools-Menü oder direkt unter chatgpt.com/apps lassen sich Apps von Drittanbietern direkt im Chat nutzen. Mit dabei sind u. a.: Spotify, Apple Music, Canva, Figma, Photoshop.
Die Apps sind nach Kategorien wie Productivity oder Lifestyle sortiert.
Praktisch:
Man kann Apps direkt im Chat ansprechen, z. B.
„@Spotify, erstelle mir eine Playlist für …“
Einordnung:
Das ist ein großer Schritt Richtung „ChatGPT als Zentrale“.
Aber: Die Qualität der Integrationen ist aktuell noch sehr unterschiedlich.
Canva funktioniert gut, Apple Music z. B. kann trotz Verknüpfung keine bestehenden Playlists lesen. Spotify ist hier deutlich weiter.
2. ChatGPT Go jetzt auch in Deutschland
ChatGPT Go ist nun auch in Deutschland und Österreich verfügbar.
Preis: ca. 7,99 € / Monat.
Was man bekommt:
- höhere Limits für Chats und Bilder
- mehr Kapazität für Datei-Uploads & Code-Analysen
- besseres Gedächtnis für längere Konversationen
- Erstellung eigener GPTs möglich
Einordnung:
Interessant für alle, denen Plus zu teuer ist, die aber mehr als die Free-Version brauchen.
3. Neue Personality-Einstellungen
In den Personalisierungs-Einstellungen gibt es neue Regler für Ton und Stil.
Jeweils in drei Stufen: More / Default / Less.
Damit lässt sich z. B. steuern:
- wie enthusiastisch ChatGPT antwortet
- wie nüchtern oder locker der Ton ist
- wie „emojilastig“ die Antworten sind
Einordnung:
Kleines Feature, große Wirkung – vor allem für Content, E-Mails und längere Arbeitsdialoge.
4. Writing Blocks für Texte
Ein sehr praktisches Update für alle, die viel schreiben:
Texte lassen sich jetzt direkt markieren und gezielt überarbeiten.
Statt allgemeiner Anweisungen wie
„Schreib Absatz zwei neu“
kann man konkret markieren, ändern lassen und dann Accept oder Reject klicken – ähnlich wie Track Changes.
Zusätzlich lassen sich E-Mail-Entwürfe direkt ins Mailprogramm übernehmen.
Einordnung:
Spart Zeit, reduziert Missverständnisse und macht ChatGPT deutlich brauchbarer als Schreibassistenz.
5. Chats anpinnen
Chats können jetzt auf Web, iOS und Android angepinnt werden.
Maximal drei Pins, unabhängig vom Abo.
Einordnung:
Begrenzung ist knapp, aber für laufende Projekte oder wichtige Threads trotzdem hilfreich.
Fazit
Kein einzelnes „Wow-Feature“, aber viele kleine Verbesserungen, die zusammengenommen zeigen, wohin die Reise geht:
ChatGPT wird immer mehr zur zentralen Arbeitsoberfläche – mit Apps, Personalisierung, besserem Schreiben und klarerem Workflow.
Wie gut das Ganze funktioniert, hängt aktuell noch stark von den einzelnen Integrationen ab. Aber die Richtung ist klar.