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Superkraft KI

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60 contributions to Superkraft KI
Warum dein Gesicht schlechter geschützt ist als deine Stimme
Freitag Morgen war ich im ARD-Morgenmagazin und habe über Smart Glasses gesprochen – über die Kritik daran und über das, was diese Brillen wirklich können. Das Video hänge ich hier an. Aber der spannendere Teil kam danach. Ich habe für die Sendung nachgeschlagen, wie die Rechtslage eigentlich aussieht. Und war ehrlich überrascht. Ein Gedankenexperiment. Du sitzt im Freibad. Jemand setzt sich neben dich. Fall eins: Er schneidet heimlich mit, was du mit deiner Familie besprichst. Das ist eine Straftat. Paragraf 201, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Bis zu drei Jahre. Egal wo, egal was du sagst. Fall zwei: Er filmt dich. Verdeckt, minutenlang. Gesicht, ganzer Körper. Du merkst nichts. Strafrechtlich passiert: nichts. Paragraf 201a greift erst in geschützten Räumen – Umkleide, Toilette, Sauna. Der Intimbereich ist über Paragraf 184k abgedeckt. Aber die Aufnahme draußen, ungefragt? Fällt durch. Verbreitet er das Video, wird es eng, Paragraf 33 Kunsturhebergesetz, bis zu ein Jahr. Nur wird das fast nie angezeigt. Jetzt kommt der Teil, den ich richtig gut finde. Die Regel zum gesprochenen Wort kam 1967. Der Anlass: Kassettenrekorder wurden klein und billig. Plötzlich konnte jeder heimlich mitschneiden. Der Gesetzgeber hat damals nicht das Gerät verboten. Er hat eine Linie gezogen: Der Mensch muss reden können, ohne dass mitgeschnitten wird. Punkt. Beim Bild haben wir das nie hinbekommen. Wir flicken Einzelfälle nach, immer dann, wenn ein Skandal groß genug war. Und es wird gerade größer. Die New York Times hat im Februar berichtet, dass Meta an einer Funktion namens „Name Tag" arbeitet: Gesicht im Blickfeld, Abgleich mit Profilen, Name über die Lautsprecher im Brillenbügel. In der EU wäre das so kaum zulässig. Aber zwei Harvard-Studenten haben schon 2024 gezeigt, dass man die eingebaute Funktion gar nicht braucht – handelsübliche Brille, Livestream, eine Gesichtssuchmaschine, fertig. Deshalb halte ich die Debatte über ein Verkaufsverbot für zu klein gedacht. Wer heimlich filmen will, tut das seit fünfzehn Jahren mit dem Smartphone. Und macht es morgen mit dem nächsten Gerät, das wir noch gar nicht kennen.
Warum dein Gesicht schlechter geschützt ist als deine Stimme
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Danke für die Recherche, Jörg. Im Wald ist das Aufnehmen eine gute Idee, falls man mal wieder dorthin möchte. Dann kann man die Aufnahmen vergleichen. Aber problematisch finde ich es, wenn andere Leute ins Bild laufen. Oder zufällig vor einem Gebäude stehen. Wo ist die Grenze?
Seit Anfang August steckt in jedem Text, den Claude ausgibt, eine Markierung, die du nicht sehen kannst. 👀
Und seitdem geht in Schulen, Redaktionen und Personalabteilungen dieselbe Fehlannahme um: „Jetzt kann man KI-Texte endlich nachweisen." Kann man nicht. Und zwar in beide Richtungen. Was wirklich passiert Anthropic hat den EU-Verhaltenskodex unterschrieben und setzt Artikel 50 des AI Act um – freiwillig weltweit, nicht nur in Europa. Zwei Techniken: → Bei Texten ein unsichtbares Wasserzeichen, direkt im Text. Es reist beim Kopieren mit. → Bei Bildern signierte Herkunftsdaten nach dem offenen C2PA-Standard. Klingt nach Beweismittel. Ist aber keins. Der Punkt, den fast alle überlesen Das Wasserzeichen belegt eine Berührung. Keine Autorschaft. Du lässt deinen eigenen Text übersetzen? Markierung drin. - Rechtschreibung prüfen? Markierung drin. - Einen fremden Artikel zusammenfassen? Markierung drin. - Inhalt komplett von dir – Etikett trotzdem da. Und andersrum: Fehlt die Markierung, war deshalb keine KI unbeteiligt. Kräftig umschreiben, übersetzen, mit eigenen Passagen mischen – weg ist sie. Bei Bildern reicht schon ein Screenshot. Und jetzt der Hammer Prüfen kann es aktuell praktisch niemand. Anthropic verrät die Technik nicht. Dokumentation für eigene Erkennungswerkzeuge ist angekündigt, ein Datum gibt es nicht. Es existiert also ein Etikett, das niemand lesen kann. 🤷‍♂️ Alles, was im Netz als „KI-Detektor" verkauft wird, liest diese Markierung nicht. Diese Tools raten statistisch – und treffen dabei überdurchschnittlich oft Menschen, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben. Drei Dinge, die du ab heute anders machst 1. Kein Detektor-Ergebnis als Beweis akzeptieren. Weder gegen dich noch gegen andere. „Zu 87 Prozent KI" ist eine Schätzung. Frag nach, woher die Zahl kommt. 2. Deinen Arbeitsweg sichern, nicht dein Ergebnis. Versionsverlauf in Word oder Google Docs, Zwischenstände, Notizen. Das überzeugt jeden Prüfer mehr als jedes Tool. 3. Einfach sagen, was du benutzt hast. Ein Satz: „Übersetzung und Feinschliff mit KI, Inhalt von mir." Damit ist die halbe Debatte vom Tisch, bevor sie anfängt.
Seit Anfang August steckt in jedem Text, den Claude ausgibt, eine Markierung, die du nicht sehen kannst. 👀
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Das wird immer mehr zum Vabanque-Spiel. Zum Schluss gibt Anthropic die gesammelten Werke aller Schriftsteller der Welt mit Wasserzeichen als eigene Produktion aus. Auf jede gescannte Seite eins und schon gehört das kulturelle Erbe Anthropic. Ach ja, viele KI generierten Bilder sehen aus wie die Kitsch-Grafiken des „Wachturm“. Sollten diese Produkte die Essenz der KI Welt sein?
Mach das jetzt: der 2-Minuten-Check, den fast niemand kennt
Am Wochenende ging eine Meldung durch die Netzgemeinde, die ich hier nicht als News weiterreichen will. Ich will, dass du zwei Minuten investierst. Kurz, was passiert ist: Über eine einzige Google-Suche waren hunderte fremde Unterhaltungen mit der KI Claude lesbar. Darunter ein Krypto-Wallet mit Zugangsschlüssel, API-Keys, Lebensläufe mit Wohnadresse. Und geteilte Claude-Chats zeigen den Vornamen dessen, der geteilt hat. Wichtig, damit hier keine Panik entsteht: Private Chats waren nicht betroffen. Sichtbar wurde nur, was jemand selbst über einen Teilen-Link veröffentlicht hatte. Und genau da liegt der Denkfehler, den fast alle machen – ich eingeschlossen. Wir behandeln so einen Link wie eine Nachricht. „Guck mal, was die KI da ausgespuckt hat." Man schickt das rüber, der andere liest es, fertig. Fühlt sich an wie WhatsApp. Ist es aber nicht. Ein Teilen-Link erzeugt eine öffentliche Webseite. Ohne Passwort, ohne Ablaufdatum. Sie bleibt online, bis du sie aktiv löschst. Auch nach Jahren. Auch wenn du den Chat längst vergessen hast. Dein Auftrag für heute: Öffne in Claude: Einstellungen → Privacy → Shared Chats. Bei ChatGPT: Einstellungen → Datenkontrollen → Geteilte Links. Bei Gemini findest du es unter deinen Freigaben. Dort steht eine Liste. Die meisten Menschen haben sie noch nie geöffnet. Geh sie durch. Alles, was nicht bewusst öffentlich sein soll, löschst du. Das dauert wirklich nur zwei Minuten – und es ist der einzige Schritt, der zählt. Bei Google um Löschung bitten bringt nichts, solange die Seite noch erreichbar ist. Bei Claude bitte auch die geteilten Artefakte prüfen, die stehen in einer eigenen Liste. Und jetzt der Teil, für den es diese Community gibt: Schreib in die Kommentare, wie viele Links in deiner Liste standen. Nur die Zahl, keine Details. Ich mache den Anfang: 27 Ich frage das nicht aus Neugier. Ich frage, weil ich vermute, dass die meisten hier eine zweistellige Zahl finden werden – und weil es leichter fällt, ehrlich zu sein, wenn jemand vorangeht. Wer seine Zahl liest, denkt beim nächsten Mal vor dem Klick nach. Das ist der ganze Trick.
Mach das jetzt: der 2-Minuten-Check, den fast niemand kennt
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Muss gleich mal schauen.
Das stärkste offene KI-Modell der Welt ist da – und du wirst es trotzdem nicht nutzen
Hi zusammen, heute Nacht ist etwas passiert, das ihr diese Woche überall lesen werdet – und ich möchte euch vorher kurz einordnen, was davon für euch praktisch relevant ist. Denn das ist weniger, als die Schlagzeilen suggerieren. Aber das, was übrig bleibt, ist wichtig. Was passiert ist Moonshot AI aus China hat die Gewichte von Kimi K3 veröffentlicht. 2,8 Billionen Parameter, eine Million Token Kontext. In den unabhängigen Ranglisten landet das Modell weltweit unter den Top 3 – geschlagen nur von den absoluten Spitzenmodellen aus den USA. Es ist das stärkste offene Modell, das je erschienen ist. „Open Weight" heißt: Jeder darf die Gewichte herunterladen und selbst betreiben. Kein Anbieter dazwischen, kein Türsteher. Klingt nach dem Ende aller Abos, oder? Der Haken Die Gewichte belegen rund 1,4 Terabyte. Wer sie selbst betreiben will, braucht ungefähr hundert Hochleistungs-GPUs. Das ist kein Rechner unterm Schreibtisch, das ist ein Rechenzentrum. Bleibt die Schnittstelle. Die kostet 3 Dollar pro Million eingehender Token und 15 Dollar pro Million ausgehender. Premium-Preisklasse. K3 ist kostenlos wie eine Autobahn kostenlos ist. Du brauchst halt ein Auto. Und wer verkauft die Autos? Kurzer Blick hinter die Kulissen, weil ich das erhellend finde: Vergangenen Freitag haben 25 US-Unternehmen einen offenen Brief nach Washington geschickt – bloß keine Beschränkungen für offene Modelle. Unterschrieben haben Nvidia, Microsoft, Meta, IBM, Dell, Palantir. Nicht unterschrieben haben OpenAI, Anthropic und Google. Kein Zufall. Offene Modelle machen die Modellebene austauschbar – und verschieben das Geld eine Etage tiefer: auf Chips, Cloud, Rechenzentren. Genau dorthin, wo die Unterzeichner verdienen. Wer keine Modelle verkauft, sondern die Maschinen darunter, hat ein handfestes Interesse daran, dass Modelle billig werden. Das macht offene Modelle nicht schlecht. Aber es erklärt, warum die Begeisterung ausgerechnet von dort kommt. Was für dich wirklich drin ist Zwei Dinge, und die sind konkret:
Das stärkste offene KI-Modell der Welt ist da – und du wirst es trotzdem nicht nutzen
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Nein, ich brauche KI kaum. Nur mal etwas Recherche.
Dein Instagram-Profil ist ab sofort Rohstoff für fremde KI-Bilder – zwei Minuten, dann nicht mehr
Kurz vorweg, weil es zeitkritisch ist: Wenn du ein öffentliches Instagram-Konto hast, kann seit dieser Woche jeder aus deinen Fotos KI-Bilder bauen lassen. Standardmäßig. Ohne dich zu fragen. Ohne dir Bescheid zu geben. Was passiert ist Meta hat einen eigenen KI-Bildgenerator gestartet: Muse Image. Der Trick daran: Man kann in einem KI-Auftrag ein öffentliches Instagram-Profil per @-Zeichen markieren – so wie man jemanden in einem Kommentar erwähnt. Die KI zieht sich dann alles, was dort öffentlich sichtbar ist: Fotos, Reels, sogar Original-Töne. Und baut daraus ein neues Motiv. Ein Satz, ein markiertes Profil, ein paar Sekunden. Fertig. Kein Können nötig, kein Aufwand. Meta bewirbt das Modell mit dem Satz, es „kennt deine Welt". Genau das ist der strategische Punkt: OpenAI und Google kennen deine Freunde, deine Nachbarschaft, dein Gesicht nicht. Meta schon – aus Milliarden öffentlicher Fotos. Dieser soziale Graph ist Metas einziger echter Vorsprung im KI-Rennen, und den spielt der Konzern jetzt aus. Warum das mehr Leute trifft, als du denkst Nicht die Promis sind das Thema. Sondern: Creator, Coaches, Fotografen, Musikerinnen, Vereine, kleine Läden – alle, die ihr Profil bewusst offen halten, um gefunden zu werden. Genau die sind jetzt automatisch im Pool. Beispiel: Du hast als Fotografin Porträts öffentlich stehen, damit Kunden deinen Stil sehen. Jemand markiert dein Profil – und plötzlich existiert ein Bild, das aussieht wie deine Arbeit, aber nie durch deine Kamera gegangen ist. Die Lösung: 2 Minuten in den Einstellungen Du musst dein Konto nicht auf privat stellen. Es gibt einen eigenen Schalter: 1. Instagram-App öffnen → auf dein Profil 2. Oben rechts das Menü (drei Striche) → „Einstellungen und Aktivität" 3. Runterscrollen zu „Teilen und wiederverwenden" 4. Dort die Schalter deaktivieren – meist getrennt für Beiträge, Reels und Original-Audio Sinngemäß steht da: „Erlaube anderen, mit deinen Inhalten über Meta AI kreativ zu werden." Genau das schaltest du weg.
Dein Instagram-Profil ist ab sofort Rohstoff für fremde KI-Bilder – zwei Minuten, dann nicht mehr
0 likes • Jul 14
Gut, dass ich kein Instagram mehr habe, was ist mit Facebook?
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Doris Michel
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@doris-michel-1350
KI Anfängerin, Lehrerin a.D., 73 Jahre alt. Ich möchte demnächst etwas publizieren.

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Joined Nov 19, 2025
Duisburg
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