Daten im Blick – oder im Weg? Wenn Zahlen euch ausbremsen
Kennt ihr das: Eure Daten sagen „schwach“, aber eigentlich fühlt ihr euch stark? Beim letzten Triathlon begann es für mich auf dem Rad ganz gut. Beine locker, Druck auf dem Pedal, alles im Flow. Dann der Blick auf den Radcomputer: 20 Watt weniger als geplant. Mehr ging aber gerade nicht. Zack, da waren sie: Zweifel. Was soll das werden in den nächsten zwei Stunden? Hat das so einen Sinn? Na, dann fahr ich das halt "locker" zu Ende, dachte ich im ersten Moment. Aber: Die Geschwindigkeit war deutlich zu hoch für diese Wattzahl. Mit ihr war ich zufrieden. Also dann doch weiter drücken, entschied ich. In dieselbe Kerbe haut auch meine neue Uhr seit drei Monaten: Täglich erzählt sie mir die gleiche Story: VO₂max runter. HRV schlecht. Status: „erschöpft“. Komisch nur: Ich fühle mich pudelwohl, stabil. Ich trainiere konstant, keine Leistungseinbrüche. Was lerne ich daraus? Daten sind hilfreich – aber offenbar nicht die einzige Wahrheit. Entscheidend scheint mir, den Fokus auf den Körper zu richten, nach innen. Und im Wettkampf darauf zu vertrauen, was man trainiert hat. Meine drei Powermeter habe ich übrigens gestern ordentlich kalibriert und bei einer Trainingseinheit parallel eingesetzt. Sie zeigten fast dieselben Werte an. Irgendetwas scheint an diesem Wettkampftag nicht gepasst zu haben. Wie geht ihr damit um, wenn eure Zahlen euch etwas anderes sagen als euer Gefühl? Schreibt gern von euren Beobachtungen und was ihr daraus gemacht habt.