Hey, ich bin Benno 👋 In den letzten zwei Jahren war ich sehr tief in einem AI-Startup drin. Ich glaube, wir wären wahrscheinlich im siebenstelligen Bewertungsbereich im Falle eines Verkaufs, aber wie schön das auch scheinen mag, ich hab zwischendurch vergessen, wie die Gesichter meiner besten Freunde aussehen. Es war intensiv. Lange Tage, kurze Nächte, viel rohes Feedback, Zweifel, Scheitern, kleine Siege, große Aha-Momente. Ich war ziemlich nah dran an den Dingen, über die man später gern in Talks spricht und währenddessen lieber geschwiegen hätte. Diese Phase habe ich inzwischen bewusst beendet. Auch mein Whoop-Age bedankt sich dafür (Shout-Out an alle Whoop-Nutzer 🫶) Der größte Lernhebel für mich waren rückblickend nicht Frameworks, KPIs oder die nächste geniale Idee, sondern Gespräche. Sehr viele davon. Mit Unternehmern und Selbstständigen. Calls, DMs, ehrliche Einblicke, Unsicherheiten, Frust, kleine Durchbrüche. Oft ungefiltert. Manchmal chaotisch. Fast immer hilfreich. Eine zentrale Erkenntnis daraus: Unsere Skool-Community war damals eine echte Wachstums-Freischaltung. Nicht nur fürs Produkt, sondern fürs ganze Unternehmen. Plötzlich weniger Raten, mehr Verstehen. Weniger Annahmen, mehr echte Rückmeldungen. Und überraschend oft: Menschen, die ganz andere Probleme hatten als wir ihnen eigentlich gerade lösen wollten. Was sich durch all diese Gespräche gezogen hat: Viele smarte, motivierte Menschen scheitern nicht an Disziplin oder Wissen. Sie scheitern an mentaler Überforderung. Zu viele Aufgaben. Zu viele Tools. Zu viele Optionen. Viel Bewegung, wenig Fokus. Ich inklusive. Und genau hier kommen die gut gemeinten „Feinde“ ins Spiel. ChatGPT, das dir mit brillanten Antworten hilft, drei Stunden über etwas nachzudenken, das du in 20 Minuten hättest entscheiden können. Motion, Notion und Co. mit ihren fancy, farbcodierten Dashboards, die dich extrem produktiv fühlen lassen, während realistisch gesehen… nichts fertig wird. Viel Organisation. Wenig Fortschritt. Premium-Abo für die Illusion von Kontrolle.