Alleine mit 6 Kindern (Zelten im griechischen Wald)
Diese Woche bin ich alleine unterwegs. Mit sechs Kindern. Und zwei Hunden. Und plötzlich bin ich für alles verantwortlich. Essen organisieren, Wasser holen, Mahlzeiten zubereiten, meine Calls halten, den Alltag strukturieren und gleichzeitig Raum für Natur, Abenteuer und Leben lassen. Ich hatte jeden Tag mindestens einen Coaching Call. Und während ich im Auto sitze, um Ruhe und Privatsphäre zu haben, passiert draußen etwas, das mich immer wieder tief berührt. Das Leben organisiert sich. Die Kinder kommen nicht zu mir während der Calls. Nur im Notfall. Sie wissen, das ist mein Raum, mein Beitrag. Und draußen entsteht ihr eigener Raum. Sie kochen. Sie organisieren sich. Sie spielen. Sie erschaffen. Diese Woche haben sie mehrfach selbst gekocht. Suppen, Chapati Brote, ein Risotto mit Wildkräutern und Linsen. Sie sammeln Zutaten, entzünden Feuer, übernehmen Verantwortung. Heute Morgen ist mein Sohn um sechs Uhr aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Gestern waren wir zusammen im Bioladen und haben Zutaten für Milchreis gekauft. Ein Gericht, das wir sonst nie machen. Er wollte es unbedingt für uns zubereiten. Also ist er los, hat Holz gesammelt, ein Feuer gemacht und für die ganze Familie gekocht. Während ich meine Morgenroutine gemacht und Wasser aus einer Quelle geholt habe. Warum passiert das? Nicht, weil meine Kinder „anders“ sind. Nicht, weil sie „besser“ sind. Sondern weil sie einen Rahmen haben, in dem sie Wirksamkeit spüren. Kinder wollen beitragen. Kinder wollen gestalten. Kinder wollen spüren, dass sie einen Unterschied machen. Aber dafür braucht es Bedeutsamkeit. Arbeitsblätter und Aufgaben aus einem Heft geben das selten. Was Kinder wirklich suchen, sind: Bedeutsamkeit. Spüren. Gestaltungsfreude. Wirksamkeit. Viele Kinder verlieren genau das im Laufe ihrer Schulzeit. Und wenn sie später wieder in Freiheit kommen, brauchen sie oft Zeit, um das wieder zu lernen. Ohne Belohnung. Ohne Druck. Einfach aus sich selbst heraus. Ich sehe diese Woche wieder so klar: