@Maja Luther Liebe Maja, vielen Dank für deinen wertvollen Gedanken. 🌿 Da gehe ich absolut mit. Für mich gehört es tatsächlich zu den wichtigsten Aufgaben von Bildung, Kindern zu helfen, die Welt zu verstehen, in der sie leben – gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch und menschlich. Zu deiner Frage bezüglich komplexerer Mathematik: Mathematik ist für mich keineswegs unwichtig. Ganz im Gegenteil. Ich sehe sie nur nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug. Aktuell nutzen unsere Kinder beispielsweise Sofatutor für Mathematik. Als wir letztes Jahr mehrere Wochen mit einer Familie in Griechenland verbracht haben, die ein Jahr aus der Schule ausgestiegen war, haben die älteren Kinder dort regelmäßig mit Mathematikheften gearbeitet. Das Spannende war: Unsere Kinder haben sich freiwillig dazu gesetzt, obwohl sie klassische Schulhefte kaum kennen. Und zu meiner Überraschung haben sie viele Aufgaben sehr erfolgreich gelöst. Das hat mir einmal mehr gezeigt, dass Lernen oft viel weniger von Gewohnheit abhängt als von Interesse, Atmosphäre und innerer Bereitschaft. Darüber hinaus begegnet uns Mathematik ständig im Alltag. Beim Kochen.Beim Einkaufen.Beim Bauen.Beim Reisen.Beim Planen.Beim Angeln.Bei finanziellen Entscheidungen. Wenn Fragen auftauchen, nehmen wir uns häufig einfach ein Blatt Papier und einen Stift und rechnen gemeinsam nach, zeichnen etwas auf oder überlegen zusammen. Komplexere Mathematik würde ich persönlich vor allem in drei Situationen gezielt vertiefen: 1️⃣ Wenn ein echtes Interesse des Kindes vorhanden ist. 2️⃣ Wenn sie als Kompromiss mit dem System benötigt wird, beispielsweise für Prüfungen oder Bildungsnachweise. 3️⃣ Wenn sie für ein konkretes Ziel oder einen Berufswunsch gebraucht wird. Wenn eines meiner Kinder irgendwann Ingenieur, Programmierer, Wissenschaftler oder Mathematiker werden möchte, dann würde ich alles daransetzen, ihm die bestmöglichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Die Frage ist für mich deshalb nicht, ob Mathematik wichtig ist.