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10 contributions to Familien im Flow
Alleine mit 6 Kindern (Zelten im griechischen Wald)
Diese Woche bin ich alleine unterwegs. Mit sechs Kindern. Und zwei Hunden. Und plötzlich bin ich für alles verantwortlich. Essen organisieren, Wasser holen, Mahlzeiten zubereiten, meine Calls halten, den Alltag strukturieren und gleichzeitig Raum für Natur, Abenteuer und Leben lassen. Ich hatte jeden Tag mindestens einen Coaching Call. Und während ich im Auto sitze, um Ruhe und Privatsphäre zu haben, passiert draußen etwas, das mich immer wieder tief berührt. Das Leben organisiert sich. Die Kinder kommen nicht zu mir während der Calls. Nur im Notfall. Sie wissen, das ist mein Raum, mein Beitrag. Und draußen entsteht ihr eigener Raum. Sie kochen. Sie organisieren sich. Sie spielen. Sie erschaffen. Diese Woche haben sie mehrfach selbst gekocht. Suppen, Chapati Brote, ein Risotto mit Wildkräutern und Linsen. Sie sammeln Zutaten, entzünden Feuer, übernehmen Verantwortung. Heute Morgen ist mein Sohn um sechs Uhr aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Gestern waren wir zusammen im Bioladen und haben Zutaten für Milchreis gekauft. Ein Gericht, das wir sonst nie machen. Er wollte es unbedingt für uns zubereiten. Also ist er los, hat Holz gesammelt, ein Feuer gemacht und für die ganze Familie gekocht. Während ich meine Morgenroutine gemacht und Wasser aus einer Quelle geholt habe. Warum passiert das? Nicht, weil meine Kinder „anders“ sind. Nicht, weil sie „besser“ sind. Sondern weil sie einen Rahmen haben, in dem sie Wirksamkeit spüren. Kinder wollen beitragen. Kinder wollen gestalten. Kinder wollen spüren, dass sie einen Unterschied machen. Aber dafür braucht es Bedeutsamkeit. Arbeitsblätter und Aufgaben aus einem Heft geben das selten. Was Kinder wirklich suchen, sind: Bedeutsamkeit. Spüren. Gestaltungsfreude. Wirksamkeit. Viele Kinder verlieren genau das im Laufe ihrer Schulzeit. Und wenn sie später wieder in Freiheit kommen, brauchen sie oft Zeit, um das wieder zu lernen. Ohne Belohnung. Ohne Druck. Einfach aus sich selbst heraus. Ich sehe diese Woche wieder so klar:
1 like • Apr 29
Du bist ein starker Mann und Papa. 👏🏻
Die Welt verändert sich gerade schneller, als viele wahrhaben wollen
Neue Konflikte. Politische Spannungen. Und gleichzeitig hört man aus der Politik Stimmen, dass Auswanderung künftig schwieriger werden soll. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, Regeln in diese Richtung zu verschärfen. Für Familien, die mit dem Gedanken spielen, einen anderen Bildungsweg zu gehen, entsteht dadurch eine wichtige Frage: Bleibe ich aus Angst in der vermeintlichen Sicherheit? Oder nehme ich genau diesen Moment als Anstoß, meinen Weg wirklich zu gehen? Viele Familien warten Jahre. Auf den perfekten Zeitpunkt. Auf mehr Geld. Auf mehr Planungssicherheit. Der perfekte Moment kommt selten. Bei uns kam er definitiv nicht. Als wir unsere Reise als Familie begonnen haben, war nichts perfekt vorbereitet. Wir hatten kaum finanzielle Rücklagen. Und ausgerechnet am Tag unseres Abflugs waren wir alle krank. Wir haben unseren Flug verpasst, der eigentlich der Beginn unserer Weltreise sein sollte. Typisch italienisch hatte ich natürlich keine Versicherung abgeschlossen. Das Geld für die Tickets war einfach weg. Da standen wir also. Mit sechs Kindern. Ohne Plan B. Ein paar Tage später, als wir wieder halbwegs gesund waren, sind wir einfach zum Bahnhof in Dresden gegangen. Mit all unseren Rucksäcken. Sechs Kinder dabei, darunter unsere Zwillinge, gerade ein Jahr alt. Ich bin zum Schalter gegangen und habe einfach gefragt: Welcher ist der erste Zug, der nach Süden fährt? Der Mitarbeiter nannte mir eine Verbindung. Ich habe die Tickets gekauft. Vier Minuten später saßen wir im Zug Richtung München. Und genau so begann unsere Reise. Nicht perfekt geplant. Aber voller Vertrauen. Und genau da habe ich etwas gelernt, das ich bis heute immer wieder erlebe: Wenn du wirklich losgehst und Vertrauen hast, tauchen plötzlich die richtigen Menschen auf. Die richtigen Orte. Und oft auch genau die Möglichkeiten, die du gerade brauchst, um weiterzugehen. Der Weg entsteht oft erst, wenn man ihn wirklich geht. Wenn ihr als Familie darüber nachdenkt, einen Weg abseits des klassischen Schulsystems zu gehen, braucht ihr vor allem Klarheit und einen Plan.
2 likes • Mar 10
Du bist immer wieder eine Inspiration. Danke dir für deine wichtige Arbeit. Wir dürfen vor allen Dingen Vertrauen in uns selbst finden, dass letztlich wir unser Leben gestalten. Und niemand von außen und letztlich bestimmt. Wenn wir diese Ohnmacht überwinden, beginnt eine neue Perspektive
Alltagsgestaltung
Hallo ihr Lieben, ich bin Sebastian, 37 Jahre, im Öffentlichen Dienst tätig, glücklich verheiratet seit fast 15 Jahren und Papa von zwei sehr coolen Jungs (4 und 1). Das Thema Freilernen interessiert uns also derzeit noch nur theoretisch. :-) Was mich aber sehr umtreibt, ist folgende Thematik: Ins unserem Familiensystem haben wir das Gefühl, wir benötigen die externe Betreuung in der Kita, um einerseits Räume für uns als Individuen zu schaffen und andererseits Haushaltstätigkeiten halbwegs vernünftig zu bewältigen. In früheren Zeiten war die externe Betreuung nicht nötig, da Menschen in größeren Familienverbänden und Sippen gelebt haben, wo mehrere Erwachsene und mehrere Kinder stets anwesend waren. In der modernen Kernfamilie ist das nicht mehr der Fall und ich empfinde es als unnatürlich und anstrengend, 24/7 alleine mit den eigenen Kindern zusammen zu sein (dabei geht es nicht darum, dass ich die Zeit mit meinen Kids per se anstrengend fände, wohl aber die pausenlose Betreuung über längere Zeiträume) - auch unser Vierjähriger langweilt sich da schnell, weil ihm Zuhause Gleichaltrige oder ältere Kinder zum Spielen fehlen. Andererseits sehe ich aber euch Reisefamilien, die mit teilweise sehr vielen Kindern ohne Kita und Schule, aber auch ohne Großeltern, Onkels oder Tanten unterwegs sind und frage mich: Wie schafft ihr es, euren Kindern stets zugewandt zu sein ohne die Nerven zu verlieren und autoritär zu werden und gleichzeitig noch Räume für euch selbst und für das Geldverdienen, für den Haushalt etc. zu schaffen?
2 likes • Feb 28
Hallo @Sebastian Schindler , danke fürs Teilen – ich glaube, viele Eltern fühlen genau das, was du beschreibst. Die moderne Kernfamilie ist ein historisch sehr junges Modell, und dass sich 24/7-Betreuung anstrengend anfühlt, ist nicht ein persönliches Defizit, sondern eine strukturelle Realität. Was viele Reisefamilien anders machen, ist weniger „mehr leisten“, sondern weniger trennen: Alltag, Arbeiten, Kinderbegleitung, Haushalt und Pausen sind nicht fünf getrennte Baustellen, sondern ein fließender Rhythmus. Die Kinder sind Teil des Lebens – nicht ein separater „Betreuungsblock“, der erledigt werden muss. Das nimmt Druck raus, weil nicht ständig zwischen Rollen gewechselt werden muss. Und gleichzeitig entstehen für die Eltern kleine natürliche Atemräume, statt dass alles an einem Stück durchgezogen werden muss.
Noch voll im System gefangen ;)
Hallo, Mein Name ist Joelle. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder ( 7 und fast 6 Jahre) und einen Hund. Wir leben in Deutschland und spätestens seit unsere Tochter letztes Jahr eingeschult wurde merken wir, dass das System hier nicht mehr so richtig für uns passt.
2 likes • Feb 28
Hallo Joelle, ich empfehle dir euch zu vernetzen. Dann könnt ihr in Ruhe die Erfahrungen der anderen Familien erfahren. Oder geht direkt in eine Beratung zB bei Michele, wenn ihr euch entschlossen habt den Schritt zu gehen. Wir sind mit unseren 6 Kindern auch den Schritt gegangen.
Löwenmama
Alleinerziehende Mama von meinem 8 Monate alten Sohn aus der Schweiz. Würde mich über Kontakte (in der Nähe) freuen.
2 likes • Feb 28
Herzlich Willkommen, liebe Katharina! Nur als Hinweis: oben in der Menüleiste gibt es auch eine Karte, wo die Mitglieder ungefähr wohnen. Da kannst du sie direkt anschreiben per Nachricht. Viele Grüße
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Benjamin Wendt
2
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@benjaminwendt
Verheiratet mit der besten Frau der Welt Papa von 6 Kindern --> "Mission Papa"-Gründer

Active 5d ago
Joined Feb 20, 2026
ISTJ
Dresden