@Heike Baumann Danke für deine Frage, liebe Heike. Ja, ich kann das eine vom anderen weitestgehend trennen. Ich muss das eine vom anderen auch trennen können, um in meiner äußeren Welt nicht restlos missverstanden zu werden. Was in der Folge womöglich meinen Untergang zur Folge hätte? Vielleicht bin ich aber auch schon mittendrin in diesem Untergang und das kann das eine vom anderen doch nicht so gut trennen, wie ich es mir einzureden versuche. Natürlich wirkt meine innere, meine eigene, meine geheime Welt in meine äußere Welt hinein. Das kann ich auch gar nicht unterbinden und ich will es auch nicht. Aber niemals würde ich meiner äußeren Welt, meine innere Welt aufdrängen. Das sieht dann konkret so aus, dass ich in der äußeren Welt meist als sehr ruhiger, freundlicher Beobachter und sehr aufmerksamer Zuhörer erscheine. Als ein Zuhörer, der es ab und zu auch wagt, die eine oder andere kleine, harmlose Frage zu stellen. Eine kleine harmlose Frage, die aber nicht wertlos ist und vielleicht auch irgendetwas im Adressaten bewirkt, was gar nicht so selten der Fall ist. Und wenn ich dann befragt werde, wie ich denn zu dieser Frage komme und was meine Gedanken dazu sind, dann stehe ich mit aller Freude auch gerne Rede und Antwort. Doch niemals würde ich es, mittlerweile jedenfalls nicht mehr, wagen, jemanden meine innere Welt spontan zu offenbaren oder gar aufzudrängen. Weil ich weiß, dass diese innere Welt in aller Regel doch nicht verstanden werden kann. Dies ist mein Weg, im Moment zumindest. Und ich empfinde diesen Weg nicht so, dass ich mich dabei verbiegen müsste. Und ja, ich brauche auch meinen eigenen Schutzraum. Unbedingt sogar. Um mein inneres Leben leben und erleben zu können. Um ich selbst sein zu können. Meistens nutze ich diesen Schutzraum zum Schreiben, weil ich mir in meinem Schreiben doch am nächsten sein kann. Und wenn mich jemand fragt, ob es denn wertvoll oder vielleicht sogar notwendig sei, sich auch einen solchen Schutzraum zu erschaffen und diesen auch verteidigen sollte, so antworte ich mit einem klaren: „Ja, unbedingt!“