Manchmal gibt es keinen guten Grund aufzuhören.
Keinen Konflikt.
Keine klare Grenze.
Alles wirkt in Ordnung.
Und trotzdem spüre ich nach einer Begegnung, nach einem Tun, nach einem Abschnitt meines Tages: Da ist etwas weniger in mir als vorher.
Nicht dramatisch.
Eher still.
Ich merke dann, dass ich da war.
Präsent.
Aufmerksam.
Engagiert.
Und gleichzeitig nicht genährt.
Früher habe ich das schnell übergangen.
Weil nichts „dagegen“ sprach.
Weil ich es aushalten konnte.
Weil ich dachte, das gehört so.
Heute nehme ich dieses leise Signal ernster.
Nicht als Urteil.
Sondern als Hinweis.
Es sagt mir nicht: Hör auf.
Es fragt eher: Wie lange noch so?
Vielleicht ist genau das eine Form von innerer Reife: nicht erst dann zu reagieren, wenn etwas zu viel wird – sondern schon dann, wenn es beginnt, mich auszuhöhlen.
Nicht alles, was ich kann, muss ich weiter tun.
Nicht alles, was geht, ist noch stimmig.
Ich lerne, mich nicht erst zu schützen, wenn ich erschöpft bin, sondern schon dann, wenn ich merke:Das nährt mich nicht mehr.
Kennt ihr das auch?
Wie geht ihr damit um?
Mit viel Herz Petra