Als Brandschutzingenieur stelle ich in der Praxis immer wieder fest, dass der Auslegung der Pumpenansaugvorrichtung (Ansaugsystem) in Feuerlöschanlagen nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dabei ist sie für die Einsatzbereitschaft von Feuerlöschpumpen, insbesondere in Saughebungsanlagen, von entscheidender Bedeutung.
Übersicht über die wichtigsten Komponenten:
Ansaugbehälter
Ansaugleitung
Ablassventil
Überlauf
Niveauschalter (Pumpenstartfreigabe)
Druckschalter (Pumpenstart)
Rückschlagventil in der Ansaugleitung
Manuelle Befüllung / Nachfüllung
Prüf- und Entlüftungsleitungen
Auslegung gemäß DIN EN 12845:
Geringe Gefährdung (LH)
Mindestvolumen des Ansaugbehälters: 100 Liter
Mindestdurchmesser der Ansaugleitung: 25 mm
Mäßige & hohe Gefährdung (OH, HHP, HHS)
Mindestvolumen des Ansaugbehälters: 500 Liter
Mindestdurchmesser der Ansaugleitung: 50 mm
Häufige Auslegungsfehler:
Zu kleine Vorratsbehälter → unzureichende Wassersäule
Falsch dimensionierte Rohrleitungen → verzögerte Ansaugung
Fehlende oder falsch platzierte Rückschlagventile
Unzureichende Überwachung (Druck-/Niveauschalter)
Mein Fazit:
Die Pumpenvorlage ist kein “Nebenbauteil”, sondern ein kritisches Sicherheitselement. Eine saubere Planung und normgerechte Ausführung entscheidet darüber, ob die Feuerlöschpumpe im Ernstfall sofort und zuverlässig arbeitet.