Einige haben jetzt das erlebt, was ich 2003 auf 20000 qm erlebt habe, alles was ich nicht giessen konnte wuchs "rückwärts" - vertrocknete, versagte. Was war passiert? Letzter ernsthafter Regen in Mittelfranken Ende Mai, dann bis Ende September nur geklecker, die gelbe Rüben habe ich aus dem Boden gezogen im September - Gummi! Krautsköpfe haben die Aussenblätter komplett verloren, sogar Heu für die Pferde musste ich zukaufen. Wer die historischen Beschreibungen von Franken liest, wird durch die Jahrhunderte immer wieder solche Jahre in denen es deutlich zuwenig regnete, was folgte waren Teuerung. In Zeiten grosser Umbrüche scheinen die Wettermuster ebenfalls unzuverlässig zu werden, auch das fällt in den Annalen auf, früher haben Menschen an Dämonen gedacht als Ursache, heute sollen wir selbst schuld sein - furzende Kühe, zuviele Autos, zuviele Menschen und und und. Wer sich mit dem Thema Dämonen aueinandersetzt, der wird sich wundern, wie aktuell das Thema ist. Bleiben wir beim Garten, hilft Mulchen? Ja, bis zu dem Punkt, wo einfach kein Wasser mehr im Boden ist. Hilft Kompost, ja, wenn er die richtigen Mikroorganismen enthält, welche Schleimstoffe bereitstellen. Hilft Elektrokultur? Ja, solange Feuchtigkeit da ist, danach fliesst kaum mehr Strom. Hilft Beten? Definitiv, ist aber kein Ersatz für alle anderen Anstrengungen. Hilft Bodenbearbeitung? Ja, solange man das gut beobachtet und sorgfältig arbeitet, nicht zuviele Maschinen verwendet. Hilft Durchwurzelung? Ja, die stärkste Massnahme um Boden in die Tiefe zu erschliessen und ein reiches Bodenleben zu erzeugen. Es gibt jedoch Pflanzen, die kommen aus kühleren Klimazonen, diesen muss man entgegenkommen und Beschattung bieten, Spinat ist eben kein Kaktus. Pflanzen haben ebenfalls einen Lichtzyklus wie wir, Morgensonne hilft den Lebensgeistern, die empfindlichen Pflanzen möchten dafür ab 14 Uhr bis 15 Uhr Beschattung.