Immer tiefer eingrabend, in mein Rabbit-Hole, bin ich auf Artikel 4 EU AI Act gestoßen der u. a. folgendes vorsieht: "Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, sind verpflichtet sicherzustellen, dass ihr Personal über ausreichende KI-Kompetenz verfügt." (Kurzform) Was bedeutet es, "KI-Systeme einzusetzen"? Das ist, wie häufig in der Juristerei, sehr weit gefasst. Kurzum, du setzt KI-Systeme bereits ein bei: - Alltags-Tools: Wenn deine Mitarbeiter textgenerierende KIs (wie ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot) oder Übersetzungstools (wie DeepL) für berufliche Mails, Recherchen oder Berichte nutzen. - Integrierter Software: Wenn ihr ein CRM-System oder eine HR-Software einkauft, die automatisiert Lebensläufe auswertet oder Verkaufsprognosen mithilfe maschinellen Lernens erstellt. - Kundenkommunikation: Wenn ihr einen KI-basierten Chatbot auf eurer Website habt, der selbstständig Support-Anfragen beantwortet. - Kreativarbeit: Wenn das Marketing-Team Bildgeneratoren (wie Midjourney oder DALL-E) für Werbematerial nutzt. Kurz gesagt: Sobald ein Unternehmen eine Software nutzt, die durch Algorithmen des maschinellen Lernens Inhalte generiert, Vorhersagen trifft oder Entscheidungen vorbereitet, gilt das als Einsatz von KI. Und da kommt es nun: Die Sicherstellung dieser sogenannten KI-Kompetenz (AI Literacy) ist eine gesetzliche Pflicht für alle Unternehmen in der EU, die solche Systeme nutzen. Und da der EU AI Act im August 2024 in Kraft getreten ist und die Frist für diesen spezifischen Artikel 6 Monate betrug, ist diese Regelung bereits seit dem 2. Februar 2025 rechtlich bindend. Nachdem wir noch dabei sind, Unternehmen zu ihrem KI-Glück zu prügeln, müssen diese Unternehmen aktiv dafür sorgen, dass die Belegschaft weiß, wie man diese Werkzeuge sicher, rechtmäßig und kritisch anwendet. Hola. Und tiefer geht's in Rabbit Hole...