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WienerOS sucht erste Partizipanten zum Testen von CMOD + OCL
Ein sonniges Hallo in die Runde. Wie von Torsten angeregt nachfolgend eine kurze Vorstellung unseres Projektes. Wir entwickeln mit WienerOS. (Hommage an Norbert Wiener, den Begründer der Kybernetik) kein weiteres KI-Frontend und auch kein System, das Sprachmodellen menschliche Eigenschaften zuschreibt. Im Gegenteil: Wir versuchen bewusst, nicht über die vermeintliche „Natur“, Persönlichkeit, Absicht oder Autonomie eines LLM zu anthropomorphisieren. Für die Systemarchitektur ist die interessantere Frage: Was kann dieses technische System tatsächlich empfangen, transformieren, ausgeben und bewirken – und unter welchen Bedingungen darf bzw. soll es das tun? Deshalb wollen wir ein LLM in WienerOS eher wie ein Device adressieren: Adresse → definierter Input → definierte Operation → definierter Output → kontrollierte Wirkung → Feedback Nicht als künstliches Subjekt, das „entscheidet“, sondern als adressierbare technische Wirkeinheit innerhalb eines kontrollierten Systems. Auch deshalb sprechen wir bei WienerOS nicht von Usern, sondern von Partizipanten. Ein Mensch, ein Programm, ein LLM oder eine Maschine nimmt mit einer definierten Systemfunktion teil. --- CMOD – ähnlich gedacht wie "chmod" Aktuell entwickeln und testen wir dafür das Cybernetic Minimal Operating Design – CMOD. Der Name ist durchaus in Analogie zu Unix "chmod" gedacht. "chmod" beschreibt vereinfacht: Wer darf was mit einem Objekt tun? CMOD geht eine Ebene höher: Welche minimale Operations- und Kontrollstruktur braucht ein Partizipant, damit seine konkrete Systemfunktion überhaupt zulässig und funktionsfähig ausgeübt werden kann? Also nicht: «„Dieser User bekommt Rolle X.“» sondern beispielsweise: Partizipant → Systemfunktion → notwendige Inputs → notwendige Outputs → notwendige Rechte → notwendige Pflichten → Kontrollbeziehungen → zulässige Wirkung → Feedback Minimal bedeutet dabei ausdrücklich: Nur das, was für diese Funktion systemisch notwendig ist. --- OCL – wie ACL, nur für „sollen“ statt nur „dürfen“
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@Tobias Ulrich Ja, der akademische Hintergrund ist ziemlich zentral. Die Idee ist nicht aus einem einzelnen Paper entstanden, sondern aus dem Versuch, klassische Arbeiten aus Kybernetik, Informationstheorie, Informatik und Systemtheorie als technische Spezifikationen zu lesen. Also nicht: „WienerOS ist irgendwie kybernetisch.“ Sondern: Wenn Wiener, Beer oder Ashby eine Systemfunktion beschreiben, fragen wir: Wo ist sie in der Architektur, wer trägt sie, über welchen Carrier läuft sie, welche Zustände entstehen und wie lässt sich ihre Wirkung nachweisen? Die wichtigsten Grundlagen sind: Norbert Wiener – Cybernetics / Human Use of Human Beings Feedback als Teil des Regelkreises, nicht nur Anzeige. Klare Trennung von Maschine und Zweck sowie frühe Warnungen vor Systemautorität. Claude Shannon – Communication Theory Trennung von Nachricht, Kanal und Bedeutung → Grundlage für Communication, Execution, Data und Instruction. W. Ross Ashby – Requisite Variety Ein System braucht genügend interne Zustände, um Umweltstörungen zu bewältigen. Stafford Beer – Viable System Model Organisation als rekursive Struktur. Fokus auf Operation, Kontrolle, Audit und Policy. McCulloch & Pitts Formale Zustands- und Übergangssysteme als Modell biologischer Prozesse. Alan Turing Trennung von Maschine, Zustand und Operation. LLMs sind operative Transformationssysteme, keine „Personen“. Heinz von Foerster Beobachtung ist Teil des Systems, Wahrnehmung ist rekonstruiert. Maturana & Varela – Autopoiesis Trennung von Organisation und Umsetzung; funktionale Ähnlichkeit ≠ Identität. McIlroy / Unix Philosophy Kleine, kombinierbare Programme statt monolithischer Systeme. Daraus entstehen u. a. CMOD und OCL: "chmod" fragt: Wer darf was? CMOD fragt: Welche minimale Struktur braucht ein Partizipant für eine Funktion? ACL beschreibt Rechte (Dürfen). OCL ergänzt Pflichten (Sollen/Müssen): Bedingungen vor Freigabe einer Wirkung. Beispiel: Pflicht → ACK → Compliance → Freigabe → Fähigkeit → Wirkung → Feedback.
Wenn du KI einsetzt, muss deine Leistung billiger werden? ...
... das ist gerade der teuerste Denkfehler der Beratungsbranche. Und er setzt sich rasant fest .. und ist eine Frage die durch eine aktuelle BDU-Studie belegt oder skizziert wird .. wenn KI eingesetzt wird, dann sind die Auftraggeber willens weniger zu bezahlen 🤔 Gestern ist die neue BDU-Geschäftsklimabefragung erschienen. Drei Zahlen daraus sollten jeden Selbstständigen und Unternehmer aufhorchen lassen: 🔥 Schon heute sehen 38% der Beratungen ihre Honorarkalkulation durch KI beeinflusst ... bei den Großen ist es jede zweite. 🔥 Fast jeder Dritte berichtet: Kunden fordern bereits jetzt Rabatte, weil im Projekt KI im Spiel ist. 🔥 Für 60% verliert die Abrechnung nach Zeit an Relevanz. Die Logik der Kunden? „Ihr habt doch gar nicht so viel Zeit gebraucht ... also kann es auch nicht so viel wert sein." Das ist das Zeit-für-Geld-Mindset. Und es ist grundfalsch. Denn Wert entsteht nicht aus Zeit. Schau dir die Nutzenformel von Alex Hormozi an (aus „$100M Offers"): Wert = (Ergebnis x Eintrittswahrscheinlichkeit) / (Zeit x Aufwand & Verzicht) Und jetzt setz KI ein: ✅ Das Ergebnis liegt näher an dem, was der Kunde wirklich will. ✅ Die Wahrscheinlichkeit, dass er es erreicht, steigt. ✅ Die Zeit bis zum Ergebnis sinkt drastisch. ✅ Sein Aufwand, seine Reibung, sein Warten ... alles sinkt. Alle vier Hebel bewegen sich nach oben. Der Wert steigt. Also muss der Preis steigen ... nicht fallen. Wer jetzt Rabatte gibt, verwechselt seinen eigenen Aufwand mit dem Nutzen des Kunden. Dazu kommt: Wer Domänenkompetenz, Transformationskompetenz und KI-Kompetenz verbindet, erreicht bessere Ergebnisse, schneller ... und damit einen früheren ROI beim Kunden. Genau das ist der Wert. Es braucht eine Eisenstange im Rücken, um das zu vertreten. Und die alte Metapher passt besser denn je: Der Hammer kostet 5 Euro (das ist die KI). Zu wissen, wo man ihn ansetzt, damit der Motor wieder läuft ... das ist dein Wertbeitrag. ❓ Frage an dich: Rechnest du noch nach Zeit ab ... oder nach dem Wert, den du schaffst? Schreib's in die Kommentare.
Wenn du KI einsetzt, muss deine Leistung billiger werden? ...
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"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen." John Ruskin (1819-1900)
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Wolfgang Stöger
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@wolfgang-stoger-1331
Künstliche Intelligenz: Ahd. chunst → „das, was man kann" (Fertigkeit, nicht Inspiration) inter = Zwischenposition (wie interface..) + legere (read)

Active 3h ago
Joined Aug 2, 2026
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