@Michael Gründling Das ist ein interessanter Punkt 🤓 Gerade das Beispiel mit der Modellüberlastung zeigt, warum Modellagnostik für produktive Systeme so wichtig werden könnte. Solange einzelne Modelle oder Anbieter ausfallen können, braucht man eigentlich eine Art Redundanz, ähnlich wie bei anderen kritischen Systemen. Deine Einschätzung zur Kreativität und Intuition finde ich ebenfalls spannend. Mir kommt es manchmal so vor, als wären heutige Modelle eher hervorragende Spiegel und Synthese-Werkzeuge als echte Meinungsbildner. Sie können Positionen sehr gut begründen, aber sie haben selten eine stabile innere Überzeugung, an der sie festhalten. Das macht sie flexibel, aber eben auch austauschbar. Genau deshalb finde ich die Idee von identity.md oder soul.md so interessant. Nicht unbedingt, weil dadurch ein „Bewusstsein“ entsteht, sondern weil dadurch Konsistenz entsteht. Für einen Finanzagenten, Businessagenten oder persönlichen Assistenten wäre es aus meiner Sicht sogar wichtig, dass er gewisse Grundprinzipien, Werte und Entscheidungsregeln langfristig beibehält, statt bei jedem neuen Prompt die Richtung zu wechseln. Vielleicht ist das sogar einer der nächsten großen Entwicklungsschritte: Weg vom reinen Sprachmodell hin zu einer Art persistenten digitalen Identität mit Erinnerung, Prinzipien und einer nachvollziehbaren Entscheidungslogik. Erst dann wird aus einem sehr guten Werkzeug wirklich ein langfristiger Assistent. 🤓🚀