Hey liebe Lee, zu den Ablösungsritualen, der wichtigste Punkt vorweg: Es gibt kein „richtiges" Ritual, das ich dir vorgeben könnte. Ein Ablösungsritual darfst du dir so gestalten, wie es sich für DICH stimmig anfühlt. Und genau das ist im Kern schon ein Spiel. Wenn du dich von jemandem lösen möchtest, kannst du zum Beispiel im Spiel ein Band zwischen euch durchtrennen, dich spielerisch verabschieden oder dir anschauen, welche Anteile von dieser Person noch in dir wohnen und was davon du zurückgeben darfst. Das ist kein festes Rezept, sondern etwas, das im Fühlen entsteht. Genau dabei unterstützt dich das Frey Spiel®: dass du frei nach DEINEN Ansprüchen und DEINER individuellen Situation gestaltest, dass es frei aus DIR wächst. Und weil diese Ausbildung keine Ausbildung über Rituale ist, sondern über das Spiel, habe ich dir alles an die Hand gegeben, womit du deine eigenen Spiele gestalten kannst. Wenn du magst, kann das Spiel auch dein Werkzeug sein, mit dem du dir deine Rituale selbst erschaffst. Und wenn dich das Thema Rituale darüber hinaus tiefer packt, gibt es wunderbare Bücher über Ablöse- und Schwellenrituale, schamanische Arbeit und mehr. Ich habe selbst einige davon gelesen, und sie können eine schöne Ergänzung sein. Zu deiner zweiten Frage, ab welchem Alter man begleiten kann: Ich selbst begleite ausschließlich Erwachsene, keine Kinder. Für die Arbeit mit Kindern gibt es unter unseren Partnern Menschen mit der passenden Ausbildung, etwa Traumatherapeuten oder Kinderpsychologen. Das Spiel selbst ist ansonsten an kein Alter gebunden. Die älteste Spielerin in meinem Raum ist Mitte 80. Sie hat die Ausbildung gemacht, ist in der School of Play und spielt einfach mit. Und meine Kinder, von 8 bis 13, spielen ihre Spiele genauso wie meine Impulse. Dabei vermittle ich es ihnen genauso wie dir und allen anderen: erst einmal ins Fühlen kommen, und dann Schritt für Schritt. Du könntest dich daran orientieren, wie ich die Wochen aufgebaut habe, in denen ich dich zuerst ins Fühlen und in den Ausdruck begleitet habe. Und in den letzten beiden Wochen habe ich dir konkrete Ideen gegeben, wie dein Gegenüber sein Anliegen direkt an sein Thema richten kann. Das kann ein kleines Kind genauso wie ein alter Mensch. Ich habe das schon mit meinen Kindern gespielt, als sie drei und vier waren: Was war mit einem Freund gerade nicht gut? Und dann haben sie ihrem Freund ihre Meinung gesagt, der in dem Moment ein Kuscheltier war.