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Deine Weggefährten

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Meine Heldengeschichte
Wie immer das Vorwort: ist noch nicht fertig und auch bisschen zu lang... 😅 aber schaut doch gern mal drüber was ihr davon haltet! @Rahel Schedlbauer @M Lehmann @Erich Bornkessel @Katja Kobel @Falko Gorski 🍓 Ausgang Ich war vier Jahre lang sehr engagierte Klimaaktivistin, unter anderem bei der Letzten Generation. Ich übernahm Verantwortung, organisierte und führte, ausgerichtet auf die Vision einer besseren Welt. Doch es ging mir nie nur ums Klima. Es ging mir um Verbindung. Um echtes Miteinander. 🍋 Krise Mit der Zeit merkte ich: Genau das hatte in der Bewegung nie ausreichend Platz. Es ging um die Politik, um Störung, aber nicht auf einer tieferen Ebene um das Miteinander. Ich kämpfte nicht mehr für mein Ideal, sondern für die Träume anderer. Gleichzeitig wuchs in mir die Überzeugung, dass meinen Traum ohnehin niemand wirklich versteht. Und so kam es, dass sich immer mehr Frust in mir anstaute. Die anderen gingen mir auf die Nerven, auch meine engsten Vertrauten wurden in meinem Kopf zum Problem. Ich redete mir ein, dass ich sie “austricksen” müsste, damit sie mich ernst nehmen. Aber das wollte ich auch nicht, das passte nicht in mein Bild von einer besseren Welt. Ich fühlte mich immer bewegungsunfähiger, alles war falsch und ich wusste nicht warum. Meine Einsamkeit und mein Misstrauen wuchsen jeden Tag bis sie gänzlich meine Gedanken und Gefühle bestimmten. Der Glaube, dass ich nicht verstanden werde, war so machtvoll, dass er selbst meine engsten Freundschaften und meine Partnerschaft zerstörte. Eines Tages sitze ich in einem Raum für ein Klärungsgespräch mit meinem Partner und einer Psychologin. Alles was ich will ist: verstanden und gesehen zu werden. Doch was ich meinem Partner ins Gesicht sage ist: “Eigentlich will ich dich umbringen.” Ich fühle tiefe Scham, das auszusprechen. Gleichzeitig eine wahnsinnige Wut in mir, die nichts anderes mehr zulässt als diese Worte, dieses Gefühl. Die Psychologin gibt mir zu verstehen, dass es nicht in Ordnung ist, das zu sagen. Und zu der Wut gesellt sich eine noch nie dagewesene Hoffnungslosigkeit. Wenn nicht mal sie mich versteht, dann ist wirklich alles verloren. Wie um alles in der Welt soll ich aus diesem Sumpf wieder rauskommen, wenn nicht mal eine ausgebildete Psychologin mir in meiner Verzweiflung helfen kann? Ich weiß nichts mehr, ich spüre nur eine unglaubliche brennende Wut in meinem ganzen Körper. Das Gespräch wird ohne Klärung beendet und lässt mich fassungslos zurück.
1 like • 19d
@Charlotte Schwarzer Danke, Charlotte! Ich lasse mich immer schnell entmutigen, da stecken bestimmt negative Glaubenssätze dahinter. Ich denke gerne "alle anderen schaffen das, nur ich wieder nicht".
0 likes • 12d
Ja, danke, Charlotte, Byron Katie ist super. Das Überprüfen und Verstehen, dass der Glaubenssatz nicht stimmt, ist relativ einfach, ich weiß nur nicht, wie ich ihn auflösen kann. Da sitzt irgendwas ganz tief. Aber ich bleibe dran😊
Berufungscode heute Abend
Ihr Lieben, der Kurs heute Abend muss aus gesundheitlichen Gründen leider ausfallen. Wir werden den Termin dann nächste Woche nachholen. Außerdem werden wir dann schauen, wie wir zusammen weitermachen können.
0 likes • Mar 17
Alles Gute für dich/euch, lieber Ringo!❤️‍🩹
Unklarheit als Wesenheit
Wenn Unklarheit den Raum betritt, ist sie kein Sturm, sondern ein Nebel. Sie legt mir sanft die Hände auf die Augen und flüstert: „Siehst du? Da ist kein einziger Weg, der für dich passt.“ Und ich bin versucht, ihr Glauben zu schenken. Ich taste im Dämmerlicht und denke, dass andere – die Erfolgreichen, die Zielklaren – gewiss mit inneren Kompassen geboren wurden. Ich hingegen höre nur immer wieder das Rascheln meiner Zweifel. In ihrer Gegenwart werde ich müde. Meine Schultern sinken, als hätte ich etwas Schweres getragen, das keinen Namen hat. Ich fühle mich unfähig, als wäre mein Wunschwirken nur ein leiser, unbeholfener Versuch, wie Magie ohne Zauberstab. In solchen Momenten fühle ich mich klein. Und ich erzähle mir die alte Geschichte, dass ich nie echte Ziele im Leben hatte, dass mir Ziele nie klar waren, selbst wenn ich glaubte, welche zu haben, und dass es wohl auch nicht werden wird. Wenn Unklarheit bei mir wohnt, tue ich ... wenig. Ich lasse die Schritte ungegangen. Ich poliere den Alltag, räume Küche und Wohnung auf, kaue Gedanken mit dem Essen hinunter, esse mehr, als gut für mich ist. Ich suche Gesellschaft, damit ihre Stille nicht so laut ist. Und schließlich finde ich mich in vertrauten Mustern wieder – weich, bekannt, unbeweglich. Doch manchmal, ganz heimlich, erkenne ich: Unklarheit ist keine Feindin. Sie ist eine Hüterin der Schwelle. Sie zwingt mich, still zu werden, wo ich rennen wollte. Sie löst die vielen möglichen Wege in Luft auf, damit ich begreife: Vielleicht bin ich selbst der Weg. Und wenn ich wage, im Nebel stehen zu bleiben, ohne mich kleiner zu denken - beginnt er zu leuchten. (meine "Hausaufgabe" von letzter Woche - leider etwas spät ;-)
1 like • Mar 1
Tolle Geschichte, lieber Markus! Ich kann mich mit diesem Bild total identifizieren. Ich bin im Moment noch gar nicht in der Lage, etwas in Bildern auszudrücken. Bei mir wabert alles irgendwie zusammenhangslos im Kopf herum und es fühlt sich schwer und traurig an.
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Andrea F
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@andrea-f-5619
Andrea

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Joined Jan 22, 2026