Meine Heldengeschichte
Wie immer das Vorwort: ist noch nicht fertig und auch bisschen zu lang... 😅 aber schaut doch gern mal drüber was ihr davon haltet!
🍓 Ausgang
Ich war vier Jahre lang sehr engagierte Klimaaktivistin, unter anderem bei der Letzten Generation. Ich übernahm Verantwortung, organisierte und führte, ausgerichtet auf die Vision einer besseren Welt. Doch es ging mir nie nur ums Klima. Es ging mir um Verbindung. Um echtes Miteinander.
🍋 Krise
Mit der Zeit merkte ich: Genau das hatte in der Bewegung nie ausreichend Platz. Es ging um die Politik, um Störung, aber nicht auf einer tieferen Ebene um das Miteinander. Ich kämpfte nicht mehr für mein Ideal, sondern für die Träume anderer. Gleichzeitig wuchs in mir die Überzeugung, dass meinen Traum ohnehin niemand wirklich versteht.
Und so kam es, dass sich immer mehr Frust in mir anstaute. Die anderen gingen mir auf die Nerven, auch meine engsten Vertrauten wurden in meinem Kopf zum Problem. Ich redete mir ein, dass ich sie “austricksen” müsste, damit sie mich ernst nehmen. Aber das wollte ich auch nicht, das passte nicht in mein Bild von einer besseren Welt. Ich fühlte mich immer bewegungsunfähiger, alles war falsch und ich wusste nicht warum. Meine Einsamkeit und mein Misstrauen wuchsen jeden Tag bis sie gänzlich meine Gedanken und Gefühle bestimmten.
Der Glaube, dass ich nicht verstanden werde, war so machtvoll, dass er selbst meine engsten Freundschaften und meine Partnerschaft zerstörte.
Eines Tages sitze ich in einem Raum für ein Klärungsgespräch mit meinem Partner und einer Psychologin. Alles was ich will ist: verstanden und gesehen zu werden. Doch was ich meinem Partner ins Gesicht sage ist: “Eigentlich will ich dich umbringen.” Ich fühle tiefe Scham, das auszusprechen. Gleichzeitig eine wahnsinnige Wut in mir, die nichts anderes mehr zulässt als diese Worte, dieses Gefühl. Die Psychologin gibt mir zu verstehen, dass es nicht in Ordnung ist, das zu sagen. Und zu der Wut gesellt sich eine noch nie dagewesene Hoffnungslosigkeit. Wenn nicht mal sie mich versteht, dann ist wirklich alles verloren. Wie um alles in der Welt soll ich aus diesem Sumpf wieder rauskommen, wenn nicht mal eine ausgebildete Psychologin mir in meiner Verzweiflung helfen kann? Ich weiß nichts mehr, ich spüre nur eine unglaubliche brennende Wut in meinem ganzen Körper. Das Gespräch wird ohne Klärung beendet und lässt mich fassungslos zurück.
Ich fuhr spontan nach Spanien und ging den Jakobsweg, um von allem wegzukommen. Einfach laufen und den Kopf frei kriegen. Doch ich merkte schnell: Meine Probleme waren nicht zu Hause geblieben – sie waren mit mir gekommen.
Ich hatte mich fürchterlich gestritten mit jemandem, den ich auf dem Weg sehr lieb gewonnen hatte. Danach lief ich allein weiter. Ich fühlte mich einsam, verletzt und verzweifelt. In meinem Kopf kreisten Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Geschichten darüber, was der andere mir angetan hatte. Und ich war sauer auf mich, weil ich mir schon wieder Menschen gesucht hatte, die mich einfach nicht verstanden.
🍊 Lösung
Doch dann passierte etwas Großartiges. Ich erinnere mich noch sehr genau daran:
Ich laufe über einen Feldweg, auf einmal wird der Weg von einer große Pfütze versperrt, es ist schlammig. Ich gehe einen weiten Bogen um die Pfütze und gebe mir Mühe, keine nassen Füße zu bekommen.
Doch plötzlich sehe ich mein inneres Drama wie von außen.
Dieses Gefühl, festzustecken. Im Schlamm zu versinken und nicht weiterzukommen. Und gleichzeitig taucht ein Bild auf - ich sehe es deutlich vor meinem inneren Auge - meine Hand, die nach meinem eigenen Schopf greift, zieht, mit aller Kraft und mich aus dem Schlamm befreit.
Und in diesem Moment verstehe ich was ich tun muss: Was vorher unerreichbar war, wird mit einem Mal möglich. Ich halte inne und ich spüre diese immense Kraft und Wärme in meinem Körper hochsteigen. Da ist etwas Neues, etwas das mir zuvor nie gelungen ist. Doch ich spüre, dass ich es kann. Ich nehme alle meine Kraft und meinen Mut zusammen - es ist fast nicht auszuhalten, wie viel Energie ich auf einmal habe. Mit dieser Kraft entscheide ich mich - zum ersten Mal - für Vertrauen.
Auf einmal bin ich ganz erfüllt von einer Welle von Verständnis und Liebe für mich selbst.
Ich verstehe endlich, dass hinter all dem Frust, all den Konflikten, all dem nicht-verstanden-werden eine lebenswichtige Lektion liegt. Und diese wird mir seit Jahren auf dem Silbertablett serviert:
Nur ich kann mich greifen. Meine Welt wird nie erfüllt sein durch Verständnis und Liebe von jemand anderem.
🍆 Transformation
Heute bin ich in einer Gemeinschaft angekommen, in der wir das neue Miteinander leben, das mich schon immer so tief bewegt hat. Heute handle ich souverän und bewusst aus meiner Mitte. Und habe Freude am Führen und am Erschaffen.
Ich nehme meine Impulse und Wünsche ernst und folge meiner Intuition. Zeige mich mit meinen Ideen und Idealen. Ich bringe in Kontakt, wo es mir nicht gut geht und lasse mich von anderen unterstützen. Gleichzeitig bin ich offen für eine ehrliche Aussprache auf Augenhöhe. So ermutige ich auch die Menschen um mich herum, ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich habe eine nie dagewesene Führungskraft freigeschaltet, weil ich mir erlaube, in meiner vollen Kraft gesehen zu werden.
Vor allem aber habe ich etwas wiedergefunden, das mir lange gefehlt hat:
Vertrauen.
In mich selbst, in andere Menschen und in das Leben.
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6 comments
Charlotte Schwarzer
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Meine Heldengeschichte
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Deine Weggefährten
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Lasst uns gemeinsam den Weg des Erwachens gehen.
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