Oct '25 (edited) • Allgemeine Diskussion
Geschichte wiederholt sich – nur mit neuen Werkzeugen
Heute betonen Filmschaffende stolz: „Dieser Film wurde nicht von KI erstellt – er ist menschlich.“
Dieser Satz klingt vertraut.
Nur das Werkzeug ist neu.
Vor rund hundert Jahren kämpften Musiker, Schauspieler und Regisseure gegen ein anderes „Ungeheuer“: den Tonfilm.
Bis dahin war Kino lautlos – begleitet von großen Orchestern, Live-Musikern, Emotion pur. Als dann die ersten sprechenden Bilder auf die Leinwand kamen, war der Aufschrei groß. Zeitungen warnten, der „mechanische Apparat“ zerstöre Kunst, Ohren und Seelen.
Plakate prangten an den Theatern:
Tonfilm ist Kitsch!Tonfilm ist wirtschaftlicher und geistiger Mord!
Wer Kunst liebt, muss den Tonfilm ablehnen!
Doch der Wandel ließ sich nicht aufhalten.
Was als Untergang galt, wurde zur Geburt einer neuen Ära:
Der Tonfilm schuf das moderne Kino. Er machte Emotionen hörbar, Figuren lebendiger, Geschichten vielschichtiger.
Aus Angst wurde Möglichkeit.
Heute stehen wir erneut an einer Schwelle.Künstliche Intelligenz verändert das Erzählen, das Komponieren, das Gestalten.
Und wieder ertönt der gleiche Chor: „Sie zerstört die Kunst!“
Doch Kunst stirbt nicht an neuen Werkzeugen – sie wächst an ihnen.
KI wird die menschliche Kreativität nicht ersetzen, sondern erweitern.
Wie damals beim Tonfilm entstehen gerade neue Formen des Ausdrucks, neue Horizonte der Vorstellungskraft.
Technologischer Fortschritt bedeutet nie das Ende der Kunst.
Er ist ihre nächste Evolution.
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Rainer Egert
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Geschichte wiederholt sich – nur mit neuen Werkzeugen
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