In Deutschland leisten Frauen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit. Sie betreuen Kinder, pflegen Angehörige, halten Familien zusammen. Unbezahlt. Oft unsichtbar. Und meistens selbstverständlich.
Was das finanziell bedeutet, wird dabei selten laut ausgesprochen.
Wer Care-Arbeit übernimmt, arbeitet häufig in Teilzeit oder gar nicht. Weniger Arbeitsstunden bedeuten weniger Gehalt, weniger Rentenpunkte und weniger Absicherung. Der Gender Pay Gap und der Gender-Pension Gap sind keine Zufälle. Sie sind das direkte Ergebnis einer gesellschaftlichen Struktur, die Care-Arbeit nicht entlohnt.
Und jetzt kommen die aktuell diskutierten Sparpläne der Bundesregierung dazu. Sie treffen genau die Bereiche, die Frauen tragen: Kita, Pflege, soziale Absicherung. Die Folgen sind absehbar. Mehr finanzielle Abhängigkeit, ein höheres Armutsrisiko und weniger Absicherung im Alter.
Das ist kein Randthema. Das ist Realität für Millionen Frauen in diesem Land.
Und genau deshalb ist finanzielle Bildung für Frauen keine nette Ergänzung. Sie ist notwendig. Wer die Strukturen kennt, kann sich besser schützen, besser planen und besser für sich eintreten.
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Hast du Care-Arbeit in deinem Leben übernommen und gemerkt, was das finanziell mit dir gemacht hat?
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