Eines schönen Tages macht die Einsamkeit einen Spaziergang durch den Wald, um zu spüren, warum sie sich so allein und ausgegrenzt fühlt. Es ist ihr etwas unheimlich und traurig zu mute und sie versteht gar nicht, warum das so ist. Sie geht eigentlich gerne alleine durch den Wald, um mit allen Sinnen die Atmosphäre hier aufzunehmen und keine Ablenkungen zu haben. Wortlos kann sie den Duft des Waldes genießen und den Geräuschen lauschen und den Boden mit vielen unterschiedlichen Materialien entdecken.
Da kommt sie an eine Lichtung und bleibt für einen Moment stehen und fragt sich:
„Warum bin ich eigentlich so einsam?“
Plötzlich taucht ein Eichhörnchen auf und springt direkt vor ihre Füße und bringt der Einsamkeit eine Haselnuss und gibt ihr deutlich zu verstehen, dass dies eine Zaubernuss ist. Und dann ist es auch schon wieder weg…
Verwundert hebt die Einsamkeit die Nuss auf und ganz instinktiv schüttelt sie diese. Auf einmal verwandelt sich der Wald in unzählige Geschöpfe. Die Bäume werden so Baumgeister und tanzen im Wind. Die Vögel bilden ein riesiges Orchester und singen ein wunderschöne Melodie, die der Einsamkeit das Herz öffnet. Und die Blumen auf der Lichtung fangen an zu leuchten und verströmen einen zauberhaften Duft. Alle Wesen laden die Einsamkeit ein, die Verbundenheit mit allem was Lebt zu spüren und sich als Teil des Ganzen zu erfahren.
Dieser Wandel der Wahrnehmung brachte die Einsamkeit zu der Erkenntnis, dass auch wenn sie sich manchmal so fühlt, sie niemals alleine ist!