Für mich ist SUNO oft nur ein extrem schnelles Audio-Rendering-Tool für Songideen und keine Welthit-Produktionsstätte. Ich toleriere dann die generischen Anteile (immer der gleichen Synth-Sounds in EDM, immer die gleiche Female-Stimme 'SunoGirl', das obligatorische Humming im Intro). Trotzdem ist es eine fantastische Möglichkeit, eigene Songideen plötzlich erstaunlich gut hörbar zu machen, weit über die klassische Klangskizze mit Klavier-/Gitarrenakkorden hinaus. Man kann damit als Songwriter den Probenraum überspringen und immer direkt ins Studio gehen - in ein generisches wohlgemerkt. Dafür gibt man einen Teil des Schaffensprozesses an einen Algorithmus ab. Der kann im Detail begeistern, überraschen, enttäuschen und nerven. Der Verlust von Eigenheit, Reibung und Kontrolle ist der Preis für diese Maschine. Ein schlechter Suno-Sound kann eine gute Songidee verdecken. Umgekehrt kann eine beeindruckende Suno-Produktion ein schwaches Songwriting kurzzeitig größer wirken lassen, als es eigentlich ist. Beim Songfeedback "Rate my Track" könnten wir deshalb vielleicht stärker differenzieren: Ist das Problem der Song/Lyrics oder die Suno-Interpretation des Songs? Kein Zwang, nur eine Idee, jeder kann hier schreiben, was er will ;-)