Gehirnwäsche Total – wie unsere Kinder indoktriniert werden
[Moderation:] Die Systempropaganda macht auch vor unseren Jüngsten nicht Halt. Dabei haben sich Medien und Bildungseinrichtungen schon vor Jahrzehnten mit dem „Beutelsbacher Konsens“ darauf geeinigt, dass Kinder und Jugendliche in der Bildung nicht überwältigt, bevormundet oder beeinflusst werden dürfen. Doch diese Prinzipien werden längst ignoriert. Mit erschreckenden Beispielen aus der Kinder-Bücherwelt und dem Programm der Öffentlich-Rechtlichen analysiert Peter Petzl, mehrfacher Autor, Unternehmensberater, Coach und Trainer, die Manipulation von Kindern und Jugendlichen. Unter der Rubrik Weltenwandel führt Stefan Magnet von „Auf 1“ das Interview mit ihm. Kla.TV hat einige „Highlights“ für Sie zusammengefasst. [Sprecher:] Zur Geschichte: Vor beinahe 50 Jahren formulierte der „Beutelsbacher Prozess“, eine historische Tagung in Baden-Württemberg, den sogenannten „Beutelsbacher Konsens“. In Beutelsbach versammelten sich führende Experten bzw. Didaktiker aus der politischen Bildung, um gemeinsame Grundlagen für die pädagogische Praxis zu finden bzw. ein Fundament dafür zu legen, wie man die nächste Generation in ihrer politischen Bildung stärkt und vor Indoktrination und Propaganda sichert. Diese Tagung wurde organisiert, um eine Lösung gegen die starke parteipolitische Polarisierung der Jugend in der politischen Bildung zu finden, welche durch die Folgen der studentischen „Revolte“ von 1968 und die daraus resultierenden terroristischen Aktivitäten radikalisierter Gruppen verstärkt wurde. Die Landeszentrale für politische Bildung stand dabei unter dem Druck, von den jeweiligen Regierungen instrumentalisiert zu werden. Der Konsens legte drei Prinzipien bzw. Grundsätze für den Politikunterricht fest: I. Überwältigungsverbot: [Indoktrinationsverbot] Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines selbständigen Urteils“ zu hindern. Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.