Ich habe in den letzten Monaten zusammen mit der KI, und zwar vor allem mit Claude mehr als 500 Stunden damit verbracht, ein KI-basiertes Beratungssystem zu entwickeln, das Problemlösungshelfern, also Trainern, Coaches, Beratern, Mediatoren, Supervisoren u.ä. hilft, das Marketing ihrer Dienstleistungen zu verbessern. Ich möchte heute auf eine der Erfahrungen eingehen, die ich dabei im Umgang mit der KI gemacht habe, nämlich auf die Erfahrung, wie extrem wichtig es ist, in der Kooperation mit einer KI selbst immer und ohne Ausnahme die konzeptionelle Führung zu haben – und der KI die Aufgabe zu geben, die eigenen konzeptionellen Vorstellungen kritisch zu prüfen. Das ist nicht nur deshalb wichtig, weil die KI in diesem Zusammenhang oft richtig Schlechte Vorschläge macht. Viel gefährlicher hingegen ist es, wenn sie richtig gute Vorschläge macht. Das ist nämlich eine ernsthafte Verführung. Denn wenn diese Vorschläge nicht absolut genau zu mir, d.h. zu meinem Denken, zu meinen Vorstellungen, Zielen und Werten passen, dann bleiben sie ein Fremdkörper – und wenn ich sie übernehme, kann ich nicht mehr authentisch sein.