Money Monday: Rentenkonto klären (Erlebnisbericht)
Das wirklich aller-allerschwierigste an der Klärung meines Rentenkontos war…. die Hemmschwelle zu überwinden. Eine Freundin von mir hatte schon vor einiger Zeit ein Schreiben von der Rentenversicherung erhalten, ihr „Rentenkonto zu klären“. Heisst, etwaige Lücken zu füllen, Nachweise einzureichen und sicherzustellen, dass auch alles richtig bei der Rentenversicherung erfasst ist. Im Zuge dessen dachte ich mir: Ich brauche das nicht, ich habe keine Lücken, immer wenn ich gearbeitet habe, war ich angestellt, also muss ja alles passen. Das habe ich dann fast zwei Jahre lang „reifen“ lassen, bevor ich mich dazu durchgerungen habe, mal auf der Webseite der Rentenversicherung (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/home_node.html) vorbeizuschauen. Die Webseite ist übersichtlich, man kann Reports und Übersichten anfordern, auch ohne sich aufwändig anzumelden (Registrierung im Kundenportal mit Personalausweis etc. lohnt sich, wenn man tiefer einsteigen möchte). Zur Verfügung stehen z.B. der Versicherungsverlauf, Infos über die voraussichtliche Rentenhöhe und auch eine Lückenauskunft. Die habe ich angefordert. Die Lückenauskunft hat mich wirklich überrascht, weil: Von wegen keine Lücken…. Z.B. werden Zeiten ab dem 17. Geburtstag angerechnet, auch wenn man da noch in der Schule war, auch Teile des Studiums, Zeiten von Arbeitslosigkeit und Kindererziehungszeiten (nur bei einem Elternteil). Ich habe dann für so viele Lücken wie möglich Nachweise eingereicht – Abschlusszeugnisse, Studienbuch, Geburtsurkunden. Ich war beeindruckt, wie einfach dieser Schritt war, und wie klar die Anweisungen der Rentenversicherung hinsichtlich der notwendigen Formulare. Siehe da – meine Rente im Falle von Berufsunfähigkeit ist durch diese Anrechnungszeiten um gute 1200 Euro gestiegen. (Die Auswirkungen auf meine Altersrente waren auch deutlich, obwohl ich ja weder während der Ausbildung noch während der Kindererziehungszeiten Beiträge bezahlt habe).