Seit ein paar Wochen frage ich mich immer öfter, ab wann man sich selbst als Autor, Schriftsteller, Produzent oder Dichter bezeichnen kann, da es sich ja um ungeschützte Berufsgruppen handelt. Seit Baukästen, Ki und Vibe-Coding für jedermann zugänglich sind, verlieren diese Berufe mehr und mehr an Exklusivität in meinen Augen. Kann ich mich Schriftstellerin nennen, nur weil ich vor 30 Jahren eine Diplom-Arbeit geschrieben habe, ein Tagebuch führe und kleine Geschichten für Songs schreibe? Ehrlich gesagt, würde mir das im Traum nicht einfallen. Ich fühlte mich früher schon seltsam mich als Sängerin zu bezeichnen…Musikerin schon eher. Aber nur weil ich Texte schreibe, Suno bedienen kann und eine DAW nutze…. Bin ich eine Produzentin??? Ich hab lange in der Branche gearbeitet und aus meiner Sicht, besitzt ein Produzent ein Studio und kann für sich und andere Musiker professionelle Musik erstellen. Also damit auch sein Geld verdienen. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Homepage-Baukästen und plötzlich gab es mehr Webdesigner als Menschen die eine Homepage gebraucht hätten. So sehe ich das aktuell auch mit der Musik. Und irgendwie kann ich das einfach nicht ernst nehmen, wenn jemand ohne Vita, diese Berufsbezeichnungen für sich annektiert. Aber das ist nur was mir persönlich aktuell dabei durch den Kopf geht und ich würde gerne eure Sicht dazu lesen. Vielleicht kann mich jemand überzeugen eine andere Meinung dazu zu bekommen. ☺️