Wann hast Du eigentlich zum letzten Mal geatmet?
Ich meine: so richtig. Aus voller Brust, mit vollem Herzen, aus voller Lunge. Richtig tief Luft geholt, bis in den letzten Zipfel. Und dann wieder richtig tief ausgeatmet, bis kein einziger Luftzug sich noch hätte bewegen können in Deiner Lunge. Der Atem ist Dein Leben. Die meisten Menschen atmen nur noch flach ein und aus und verstärken damit das nervöse Signal, das dazu führt, dass der Körper ständig unter Stress steht. Irgendetwas läuft schief im Leben, in der Firma, Du hast Angst – und je mehr Angst Du hast, umso flacher wird Dein Atem. Du atmest wirklich nur noch unmerkbar eine kleine Menge Luft ein. Einatmen, gerade nur zum Überleben Deiner Organe. Und wieder ausatmen. Dafür ist der Atem nicht gedacht. Atem ist dafür gedacht, Sauerstoff bis in Dein letztes Körperteil zu transportieren. Dazu muss er in ausreichender Menge in Deinen Körper eingeführt und dort verteilt werden. Es ist übrigens nicht damit getan, einfach joggen zu gehen. Denn in diesem speziellen Fall wird Luft zwar stoßweise in den Körper hineingeführt, das angespannte, gleichförmige Bewegen von Armen und Beinen verhindert jedoch oft, dass der Sauerstoff wirklich weiter transportiert wird. Im Gegenteil. Arme und Beine werden verkrampft, blockiert, und der Sauerstoff bleibt eigentlich nur im oberen Bereich Deiner Lunge. Das, was Du eigentlich zum Leben bräuchtest, das, was Deine Organe zum Leben bräuchten, das, was für Deine Heilung erforderlich ist und letzten Endes das, was Deine Gesundheit in Deinem Körper ausmacht, ist der dorthin transportierte Sauerstoff. Also: Um einen Anfang zu machen auf Deinem inneren Weg, atme mindestens dreimal am Tag bewusst ein und aus. Damit meine ich: Stell Dich locker hin. Mit offenen oder geschlossenen Augen. Vielleicht sogar vorher noch einmal die Nase putzen, damit wirklich beide Nasenseiten frei sind. Und dann beginne ganz langsam und ohne Druck die Luft durch die Nase in Deinen Körper zu transportieren. Ohne Druck. Ohne Zwang. Zuerst die Nase füllen.