MEIN NEUER PRICE-ACTION-PROMPT – ODER: WIE ICH AUFGEHÖRT HABE, JEDE KERZE PERSÖNLICH ZU NEHMEN 😂
Ich habe in den letzten Tagen wieder gemerkt, wie schnell Trading kompliziert wird, wenn man versucht, jede Bewegung im Chart zu deuten.
Da wird aus einer roten Kerze plötzlich Weltuntergang, aus einem grünen Docht die Wiedergeburt der Bullen und fünf Minuten später weiß keiner mehr, warum man eigentlich im Trade sitzt. 😅
Also habe ich mir mit Korvex etwas gebaut, das genau das verhindern soll:
eine feste Price-Action-Handelsvorgabe.
Und das Entscheidende daran ist:
Der Prompt sucht keine Trades.
Er wartet.
So wie ich eigentlich auch öfter warten sollte. 😂
Was macht der Prompt?
Meine Handelszonen stehen vorher bereits fest.
Im Chart sind das meine magenta Zonen.
Erst wenn der Kurs eine solche Zone wirklich berührt, wird es interessant.
Nicht 5 Punkte davor.
Nicht weil es „so aussieht, als könnte er gleich“.
Nicht weil mein innerer Warren Buffett schon nervös mit dem Fuß wippt. 😂
Kontakt muss da sein.
Dann schicke ich nur noch den aktuellen 5-Minuten-Chart.
Kein H1.
Kein 10M.
Keine Doktorarbeit.
Der vorherige Kontext steht bereits.
Ab diesem Moment übernimmt Korvex für mich die Rolle des Price-Action-Lotsen.
Er beantwortet immer zwei Fragen:
1. WAS MUSS PASSIEREN, WENN DIE ZONE HÄLT?
Also das Reversal-Szenario.
Zum Beispiel:
Sweep.
Reclaim.
Level zurückerobern.
Higher Low beziehungsweise Lower High bilden.
Struktur bestätigen.
Dann erst:
1M-Retest und Limit-Entry.
2. WAS MUSS PASSIEREN, WENN DIE ZONE NICHT HÄLT?
Das finde ich fast noch wichtiger.
Denn früher sieht man einen Sweep und Reclaim und denkt:
„So. Jetzt MUSS er drehen.“
Der Markt:
„Interessante Theorie, Michael.“ 😂
Deshalb beschreibt Korvex gleichzeitig den zweiten Weg:
Zone bricht.
Reclaim scheitert.
Acceptance entsteht auf der anderen Seite.
Neue Struktur bildet sich.
Retest kommt.
Dann kann aus einem vermeintlichen Long plötzlich ein sauberer Short werden.
Und genau das schützt davor, sich emotional an eine Richtung zu ketten.
DER GRÖSSTE VORTEIL FÜR MICH
Ich muss nicht mehr fragen:
„Long oder Short?“
Ich frage:
„Was muss der Markt jetzt tun, damit Long oder Short überhaupt erlaubt ist?“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Denn damit verschwindet dieses typische Trading-Problem:
Man hat eine Meinung und sucht anschließend im Chart Beweise dafür.
Bei diesem Prompt läuft es genau andersherum.
Der Markt liefert erst die Beweise.
Dann wird gehandelt.
Oder eben nicht.
WIE BENUTZE ICH IHN KONKRET?
Ganz simpel:
1. Meine magenta Zone ist vorher definiert.
2. Der Kurs berührt die Zone tatsächlich.
3. Ich schicke Korvex nur den aktuellen 5M-Chart.
Mehr muss ich nicht schreiben.
Kein zusätzlicher Befehl.
Der Chart selbst ist das Startsignal.
Dann bekomme ich einen Fahrplan:
Zone hält → das muss passieren.
Zone bricht → das muss passieren.
Dazu:
- welches Level zurückerobert werden muss
- was ein echter Reclaim wäre
- wann der Reclaim gescheitert ist
- wo ein Higher Low oder Lower High entstehen sollte
- wann die 5M-Struktur bestätigt ist
- wo der spätere 1M-Limit-Retest liegt
- wo die Idee invalidiert wird
- wo das erste Management beginnt
- wo der eigentliche Must Move liegt
Und am Ende steht nicht:
„Könnte vielleicht eventuell interessant werden.“
Sondern:
HANDELN.
WARTEN.
oder
NO TRADE.
Damit kann sogar mein Kopf etwas anfangen. 😂
UND JETZT KOMMT FÜR MICH DER VIELLEICHT WICHTIGSTE PUNKT:
LERNEN.
Ich möchte Korvex damit nicht benutzen, damit ich irgendwann weniger verstehe.
Genau das Gegenteil.
Ich möchte damit schneller lernen, Price Action selbst zu lesen.
Denn wenn ich bei 50, 100 oder 200 Situationen immer wieder sehe:
Das war ein Sweep.
Das war ein echter Reclaim.
Das hier war nur ein kurzer Reclaim und anschließend ein Failed Reclaim.
Hier fehlt das Higher Low.
Hier wurde das entscheidende Level nie zurückerobert.
Hier war zwar das Signal schön, aber überhaupt kein Raum vorhanden.
…dann beginnt man irgendwann, diese Dinge selbst zu sehen.
Und genau das ist für mich der eigentliche Wert.
Nicht:
„KI sagt mir, was ich handeln soll.“
Sondern:
„KI zwingt mich, jedes Mal denselben sauberen Entscheidungsprozess anzuschauen.“
Und dadurch trainiere ich gleichzeitig mein eigenes Auge.
DAS ZIEL
Irgendwann möchte ich einen Chart anschauen und denken:
„Okay.
Zone berührt.
Sweep da.
Reclaim zwar da, aber nicht gehalten.
Kein Higher Low.
Nächstes Level nicht zurückerobert.
Also noch kein Long.
Wenn er jetzt unter der Zone akzeptiert und von unten retestet, wird daraus eher die Continuation.“
Und Korvex antwortet dann vermutlich nur noch:
„Michael… du brauchst mich langsam gar nicht mehr.“
Worauf ich natürlich sagen werde:
„Sei nicht albern. Wer soll sonst meine fünfminütigen Lebensentscheidungen kontrollieren?“ 😂
Für mich ist dieser Prompt deshalb weniger ein Signalgeber.
Er ist ein Price-Action-Trainer mit eingebauter Handbremse.
Und gerade diese Handbremse könnte im Trading am Ende mehr wert sein als noch ein weiterer Indikator.
P.S. ich denke immer wieder nach wie WIR noch schneller besser werden können, die Zonen (ich poste ständig Updates bei Skool) sind klar, die muss man nur in Setup, Zonen und MCO eintragen, aber bevor man das macht muss man alle Signale löschen, nachdem man die Zonen überall eingetragen hat, sollte man alle Signale (Setup, Pullback, Zonen und MCO) wieder erstellen. In erster Linie geht es darum Price Action an den Zonen besser zu verstehen, einfacher zu lernen, also nutzt es immer, einfach immer dann wenn der Kurs an eine Zone kommt, zunächst ist es egal ob da Long oder Short steht, es kann immer in die andere Richtung gehen, immer...lernt Price Action an den Zonen!