Wenn dir jemand sagt: „Das ist mir zu teuer“ dann sagt er in Wahrheit:
„Ich habe nicht verstanden, warum das für mich richtig wertvoll ist.“ oder „Ich glaube dir (noch) nicht, dass du das Ergebnis wirklich liefern kannst.“
Preis ist nie isoliert. Preis klebt immer an Kontext, Vertrauen und Konsequenz.
- Dieselbe Zahl kann sich wie ein No-Brainer oder wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen.
- Es ist nicht die Zahl, es ist das Framing.
- Es ist nicht dein Stundensatz, es ist das Ergebnis, das ich mit dir verbinde.
Schau dir deine eigenen Kaufentscheidungen an: Du zahlst ohne zu zucken 4 EUR für einen Latte, aber diskutierst 2.000 EUR für ein Coaching, das dein Business komplett drehen könnte. Total logisch? Nein. Total menschlich? 100 %.
Billig verkauft sich nicht „leichter“ – es verkauft sich nur belangloser
Viele glauben immer noch: „Wenn ich günstiger bin, kauft wenigstens jemand.“ Das ist die sicherste Strategie, um:
- die falschen Kunden anzuziehen
- ständig erklären zu müssen, warum sich dein Angebot „trotzdem lohnt“
- dich selbst in einem Preiskäfig einzusperren, aus dem du später kaum mehr rauskommst
Dein Preis entscheidet:
- Welche Zielgruppe du anziehst Ein 299-EUR-Angebot spricht andere Leute an als ein 8.000-EUR-Programm. Nicht besser oder schlechter – nur komplett anders im Denken, im Kommittent und in der Erwartung.
- Wie dein Produkt wahrgenommen wird Niedriger Preis = oft „nice to have“. Klarer, höherer Preis + starkes Framing = „Das ist ein strategischer Hebel“.
- Wie viel Energie du in Sales stecken musst Günstig klingt nach „leicht“, ist aber oft ein Volumengeschäft mit Micro-Stress. Hochpreisig heißt: weniger Kunden, mehr Tiefe, mehr Hebel – wenn dein Wert richtig aufgeladen ist.
Preis ist ein Filter. Ein brutal ehrlicher Filter für Klarheit:
- Wie klar ist dein Versprechen?
- Wie stark ist dein Positionierung?
- Wie scharf ist das Problem, das du löst?
Wenn du diese Fragen nicht sauber beantworten kannst, wird jeder Preis „zu teuer“ sein.
Dein echtes Problem sitzt VOR dem Preisschild
Die meisten Angebote scheitern nicht am Preis, sondern an:
- Verwässerten Botschaften Alle reden von „Mehr Umsatz“, „Mehr Freiheit“, „Mehr Sichtbarkeit“. Sorry, das ist kein Angebot, das ist Tapetenmuster.
- Unverpackten Ergebnissen Aus Kundensicht zählt: Was ist konkret anders nach 90 Tagen mit dir? „Du kriegst 8 Module + 12 Calls“ ist kein Wert. Das ist eine Programmbeschreibung.
- Fehlender Beweiskette Testimonials, Cases, Vorher-Nachher, klare Beispiele – das ist deine Währung für Vertrauen. Ohne das bleibt dein Preis eine Behauptung.
- Deinem eigenen Mindset Wenn du innerlich bei deinem eigenen Preis zuckst, merkt das jeder: in deiner Stimme, deinem Pitch, deinem Wording. Du kannst kein High-Ticket verkaufen mit einem Low-Self-Image.
High Ticket ist kein Preis, High Ticket ist eine Architektur
Ein hochpreisiges Angebot ist nicht einfach „das Gleiche nur teurer“. Es ist:
- scharf zugeschnitten auf einen klaren, brennenden Schmerz
- gebaut um ein präzises Ziel (nicht „mehr“, sondern „von A nach B“)
- verpackt in eine Story, in der dein Wunschkunde sich wiederfindet
- logisch eingebettet in dein Produkt-Universum (Front-End, Core, Upsells, Bundles)
Wenn du das richtig machst, passiert etwas Spannendes: Der Preis wird zur logischen Konsequenz – nicht zum Diskussionspunkt.
Wenn Deine Gesprächspartner es wirklich verstanden hat, fragt er nicht mehr: „Warum so teuer?“ Sie fragen: „Wie schnell können wir starten?“
KI & Systeme nehmen dir keine Verkaufsangst – aber sie bestrafen Unklarheit
Ja, du kannst heute mit KI:
- Angebotsstrukturen entwickeln
- Funnels, E-Mails, Landingpages generieren
- Content en masse produzieren
Aber: Wenn dein Kernangebot schwammig ist, skaliert KI vor allem eins: Verwirrung.
Automatisierung lohnt sich erst richtig, wenn:
- dein Angebot glasklar ist
- dein Wert sauber formuliert ist
- deine Preislogik bewusst gewählt ist (und nicht aus Angst geboren)
Sonst drückst du nur mehr Reichweite auf ein Problem, das du im Kern nicht gelöst hast.
Wenn du bei Einwänden immer noch über den Preis redest, bist du im falschen Gespräch
„Können Sie am Preis noch was machen?“ ist fast immer ein Symptom, kein Ursprung.
Die wahren Hebel liegen davor:
- Klarheit über den Outcome
- Vertrauen in dich als Person und Brand
- Gefühl von Sicherheit, dass das Ergebnis wirklich erreichbar ist
- Passung: Glaube ich, dass dein Weg zu mir und meiner Situation passt?
Wenn diese Punkte sitzen, wird „zu teuer“ zur Ausnahme – nicht zur Standardantwort.
Wenn du beim Lesen innerlich gemerkt hast:
- „Verdammt, genau da hänge ich fest.“
- „Ich weiß, dass mein Wert höher ist als meine aktuellen Preise.“
- „Ich habe ein gutes Angebot, aber es kommt nicht so rüber.“
…dann ist es Zeit, genau das zu drehen.
Lass uns sprechen.
Kein 08/15-Sales-Call, kein Pitch-Gewitter. Sondern ein klares, ehrliches Gespräch darüber:
- wo deine Wertkommunikation aktuell bricht
- wie deine Angebotsarchitektur wirklich aussehen sollte
- welchen Preis du ohne Zucken vertreten kannst – und wie du dort hinkommst
Wenn du bereit bist, aufzuhören, über „zu teuer“ zu diskutieren und anfangen willst, über echten Wert, klare Positionierung und High-Impact-Angebote zu reden:
Nicht irgendwann. Jetzt.
PS : Haben Dir die Bigpoints Klarheit gebracht ? War das zu hart für Dich ?
Schreib mir gerne, so oder so, einen Kommentar