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Was der Körper weiß — und die Maschine noch lernt
(Thomas ist ein anonymisierter Name. Die Geschichte ist real.) Es war ein beilĂ€ufiger Satz. Thomas und ich saßen beim Abendessen — wir kennen uns seit vielen Jahren. Er ist Patentanwalt, arbeitet fĂŒr ein Unternehmen, das zu den weltweiten MarktfĂŒhrern in der Sensortechnik gehört. Sensoren fĂŒr Industrieanlagen, fĂŒr Fahrzeuge, fĂŒr medizinische GerĂ€te. PrĂ€zise Messung von Druck, Temperatur, Bewegung. Kleine Bauteile, die der Welt erklĂ€ren, was in ihr vorgeht. An diesem Abend war er frustriert. „Weißt du", sagte er, und ich hörte die echte Erschöpfung darin, „das VerrĂŒckte ist: unsere Sensoren sind genau das, was die neue KI-Generation braucht. Nicht ChatGPT — das kennen wir alle. Nicht die Systeme, die Texte schreiben und Fragen beantworten. Sondern das, was danach kommt. Systeme, die die Welt nicht mehr beschreiben, sondern erleben. Die einen Ball fallen sehen und spĂŒren: dieser Aufprall, diese Kraft, dieser Winkel. Die nicht ĂŒber Schwerkraft schreiben — sondern sie kennen. So wie ein Kind, das laufen lernt. Und meine Firma sieht das nicht. Die reden immer noch von Chatbots." Ich hörte zu und aß. Dann blieb ich stehen — innerlich. Nicht wegen der Technologie. Wegen etwas anderem. Einem Muster, das ich kannte. — — — Thomas sprach von KI-Systemen, die wir alle kennen. ChatGPT, Gemini, Copilot. Diese Dinger, mit denen man Texte schreibt, Fragen stellt, Rezepte sucht. Sie lernen aus Milliarden Seiten Text. Sie beschreiben die Welt mit außerordentlicher PrĂ€zision. Auch ĂŒber Schwerkraft. Auch ĂŒber Schmerz. Auch ĂŒber Heilung. Sie unterstĂŒtzen mich sogar dabei, eine Schmerzlösungs-App fĂŒr Patienten und Therapeuten aufzubauen.* Aber sie haben Schwerkraft nie gespĂŒrt. Sie haben nie einen Ball fallen lassen und das Echo des Aufpralls im Arm gefĂŒhlt. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist ein strukturelles Problem. Und genau das ist das Problem, das Thomas beschrieb. — — — Ich dachte an einen Patienten. Nicht an einen bestimmten. An viele auf einmal — das Bild, das sich in Jahren von Begleitung aufgeschichtet hat.
Was der Körper weiß — und die Maschine noch lernt
🌳 Der Förster, der loslassen lernte
Dieser Text ist inspiriert von Brigit Anna McNeills Essay “Lost Wildness”, erschienen im Permaculture Magazine, Issue 127, Spring 2026 — einem Text, der mich tief berĂŒhrt und zu diesem Gedankenweg gefĂŒhrt hat. Es war ein Wald wie viele in Deutschland. Fichten. Reihe um Reihe. Aufrecht, gleichmĂ€ĂŸig, dunkel. Von weitem sah er aus wie ein Wald. Von innen war er etwas anderes: still auf eine leblose Art, kein Unterholz, kein GestrĂŒpp, kein Chaos. Der Boden darunter fest und nadeltrocken. Kein Vogel sang hier lange. Kein Fuchs baute hier seinen Bau. Aber er wuchs. Er lieferte Holz. Er funktionierte. Martin — nennen wir ihn so — hatte diesen Wald von seinem VorgĂ€nger ĂŒbernommen. Er hatte Forstwirtschaft studiert, wusste, wie man BestĂ€nde optimiert, SchĂ€dlinge kontrolliert, Wachstum steuert. Er tat seine Arbeit gut. Gewissenhaft. Er liebte den Wald auf seine Art — die Art, die ihm beigebracht worden war. Kontrollieren. Eingreifen. Optimieren. Dann kam der erste trockene Sommer. Dann der zweite. Und dann der BorkenkĂ€fer. Martin kĂ€mpfte. Befallene BĂ€ume wurden sofort gefĂ€llt, abtransportiert, verbrannt. Fallen wurden aufgestellt. Er tat alles richtig — alles, was das Lehrbuch sagte. Aber das Lehrbuch hatte nicht vorgesehen, was als nĂ€chstes kam. Ein Sturm im Oktober. Drei Tage Wind. Und weil die Fichten flach gewurzelt waren — weil sie nie hatten tief wurzeln mĂŒssen, weil der Boden immer fĂŒr sie vorbereitet worden war — fielen sie wie Streichhölzer. Hunderte. Nebeneinander. Ein Kahlschlag, den kein Sturm allein hĂ€tte anrichten können. Martin stand am Rand und sah auf das, was ĂŒbrig war. Er war sechsundfĂŒnfzig Jahre alt. Er hatte dreißig Jahre in diesen Wald investiert. Die erste Reaktion war: neu pflanzen. Sofort. Kontrolle zurĂŒckgewinnen. Er bestellte Setzlinge. Ließ Maschinen kommen, den Boden vorbereiten, die Reihen abstecken. In der ersten Nacht nach der Pflanzung schlief er nicht. Er stand am nĂ€chsten Morgen frĂŒh im Morgengrauen am Waldrand — und sah zwischen dem Chaos, dem Totholz, den umgestĂŒrzten StĂ€mmen: etwas GrĂŒnes.
🌳 Der Förster, der loslassen lernte
News fĂŒr das Klassenzimmer?
Guten Morgen Claus, danke fĂŒr den Bodyscan vorhin - ich werde ihn gerne ausdehnen. Eine andere Art, die ich immer wieder anwende, ist das Vliesen meiner Systeme. So erstaunlich, aus wie vielen Systemen ich bestehe! Meine Frage an dich: ich habe die nĂ€chste Stufe erreicht - freue mich sehr darĂŒber - und wĂŒsste jetzt gerne, ob neue Informationen ins Klassenzimmer kommen? Ich habe tatsĂ€chlich nichts mehr zu lesen oder anzusehen😍
🌿 Praxis & CafĂ© — morgen, 18. MĂ€rz
Wir starten mit einem kurzen gemeinsamen Body Scan (Letzte Woche Theorie - morgen Praxis) — einfach ankommen, den eigenen Körper wahrnehmen. https://us02web.zoom.us/meeting/register/eq9gIzLuSnaWmMSHrPxy2A Danach ein Impuls, der mich diese Woche beschĂ€ftigt hat: Dein Körper erneuert sich stĂ€ndig — und was das fĂŒr Schmerz bedeutet. Offen, ohne Vorbereitung. Einfach fĂŒr dich. 📍 Claus 🕐 [18.3., 8:30 Uhr]
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🌿 Praxis & CafĂ© — morgen, 18. MĂ€rz
∙ Bekommst du zu viele E-Mail-Benachrichtigungen von Skool?
Guten Morgen! Heute hat mich jemand aus unserer Gruppe angesprochen und gesagt, dass sie zu viele E-Mails von hier bekommt. Das interessiert mich jetzt sehr – passiert euch das auch? Denn das ist ĂŒberhaupt nicht meine Absicht. Ich sage dem System eigentlich immer, dass es keine E-Mails verschicken soll, wenn ich hier etwas poste oder wenn GesprĂ€che stattfinden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Skool das zuverlĂ€ssig umsetzt. Gebt mir bitte kurz Bescheid – ich wĂ€re euch sehr dankbar! NatĂŒrlich gibt es in den Einstellungen auch Möglichkeiten, die Benachrichtigungen selbst anzupassen, falls nötig. Herzlich Claus P.S. die Aufzeichnung Praxis & Kaffee von vorhin, steht schon zur VerfĂŒgung.
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