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1 contribution to Tagebuch einer Auswanderin
Ich hatte alles. Und trotzdem war da diese Sehnsucht. 🌴
Von außen betrachtet wirkte mein Leben wahrscheinlich nahezu perfekt. Ich hatte ein gut laufendes Business und mehr als 200 tolle Kundinnen und Kunden. Ich war selbstständig, erfolgreich und konnte meinen Alltag weitgehend selbst bestimmen. Ich lebte in einer wunderschönen, großen Wohnung in Konstanz am Bodensee. Zwei Minuten vom Wasser entfernt. Mit einem gemütlichen Sofa, einem großen Fernseher, einer toll ausgestatteten Küche, Leonardo-Gläsern, Massivholz-Esstisch, modernem Tageslicht-Badezimmer mit offener Glasdusche und einem tollen Büro, in dem ich mir über Jahre etwas Eigenes aufgebaut hatte. Ich hatte ein Auto, ein Motorrad/Roller, nette Nachbarn und einen wundervollen Freundeskreis. Ich war gesund. Fit und sportlich. Hatte eine langjährige Beziehung und ein enges, liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern und den Menschen, die mir am nächsten stehen. Und jeden Winter konnte ich für zwei oder drei Monate nach Südostasien fliegen. Eigentlich war doch alles perfekt, oder? Mit 36 hatte ich viele der Dinge erreicht, von denen ich früher einmal geträumt hatte. Ich hatte meine Selbstständigkeit gerockt. Ich hatte mir Freiheiten geschaffen. Ich hatte Ziele erreicht. Ich hatte mir ein schönes, sicheres und komfortables Leben aufgebaut. Ich hätte zufrieden sein müssen. Und ich war auch dankbar. Sehr sogar. Aber tief in mir lebte seit Jahren diese Sehnsucht. Eine Sehnsucht, die ich lange nicht richtig greifen konnte. Ich wusste nicht genau, wonach ich suchte. Ich wusste nur, dass irgendetwas in mir immer wieder leise fragte: Kann das schon alles gewesen sein? Ist das jetzt dieses berühmte Ankommen von dem alle reden? Ein schönes Zuhause. Ein erfolgreiches Business. Ein voller Kalender. Ein geregelter Alltag. Finanzielle Sicherheit & Rücklagen. Alles sicher, alles vertraut, alles gut organisiert. Und trotzdem fühlte es sich manchmal nicht nach Ankommen an. Eher danach, als hätte ich mir ein wunderschönes Leben gebaut, in dem ich mich selbst irgendwann nicht mehr ganz wiederfand. Ein Hamsterrad? Ein goldener Käfig?
Ich hatte alles. Und trotzdem war da diese Sehnsucht. 🌴
4 likes • 22h
Liebste Nadine, vielen Dank fürs Teilen. Bin sehr gespannt von dir zu lesen. 🤗
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Valentin Volkert
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@valentin-volkert-4213
Hallöchen, ich bin Zimmerer, Bauingenieur und habe eine eigene Zimmerei mit 22 MA. Glücklich Verheiratet. zwei Kinder. In Konstanz am Bodensee daheim.

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Joined Oct 25, 2026
78479 Reichenau