@Lisa Wichter Das ist wirklich ein wichtiges Thema. Gerade bei Diabetes hat man schnell das Gefühl, alles selbst kontrollieren zu müssen. Gleichzeitig kann genau das auf Dauer unglaublich belastend werden. Was helfen kann, ist Menschen ganz konkret einzubinden. Nicht einfach zu sagen „Hilf mir bitte mehr“, sondern klare Aufgaben zu verteilen. Zum Beispiel kann eine Person regelmäßig Verbrauchsmaterial kontrollieren oder nachbestellen. Jemand anderes kann bei Terminen unterstützen oder bestimmte Abläufe übernehmen. Angehörige können lernen, was bei einer Unterzuckerung zu tun ist und wo die Notfallsachen liegen. Hilfreich ist auch, vorher genau abzusprechen, wann jemand selbstständig handeln darf und wann du informiert werden möchtest. So musst du nicht jedes Mal alles erklären und behältst trotzdem die Kontrolle über die Dinge, die dir wichtig sind. Und ganz wichtig: Hilfe annehmen bedeutet nicht, Verantwortung komplett abzugeben. Es bedeutet, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Wenn du merkst, dass dich die psychische Belastung dauerhaft auffrisst, würde ich mir dafür zusätzlich Unterstützung holen. Denn auch die Person, die jeden Tag organisiert, entscheidet und aufpasst, braucht irgendwann jemanden, der sie auffängt. ❤️