Paraguayerin stellt auf internationalem Kongress innovative KI vor, die Guaraní integriert
Samantha Adorno stellte auf dem CHI-Kongress 2026 in Barcelona einen innovativen technologischen Vorschlag vor, der sich auf sprachliche Inklusion konzentriert. Dort präsentierte sie einen neuen Ansatz für die Entwicklung künstlicher Intelligenz, die in der Lage ist, Sprachen mit mündlicher Überlieferung wie Guaraní zu verstehen. Adorno, die im dritten Jahr ihres Informatikstudiums an der University of Kansas ist, stellte ein Modell vor, das darauf abzielt, die Beziehung zwischen Technologie und Sprache zu verändern, ausgehend von einer zentralen Prämisse: Künstliche Intelligenz darf sich nicht darauf beschränken, Text zu verarbeiten, sondern muss lernen, zuzuhören und den kulturellen Kontext der Kommunizierenden zu verstehen. Während ihres Vortrags hob die junge Forscherin hervor, dass Paraguay zwar über zwei Amtssprachen (Spanisch und Guaraní) verfügt, letztere jedoch in digitalen Umgebungen nach wie vor unterrepräsentiert ist, obwohl sie von einem großen Teil der Bevölkerung gesprochen wird. Sie wies darauf hin, dass diese Kluft zum großen Teil darauf zurückzuführen ist, dass Guaraní eine historisch mündliche Sprache ist, was ihre Anpassung an technologische Systeme erschwert, die hauptsächlich für Text konzipiert sind. In diesem Sinne schlug sie eine Architektur der künstlichen Intelligenz vor, die auf mehreren spezialisierten Agenten basiert, die in der Lage sind, Sprache zu verarbeiten, Absichten zu interpretieren, den Kontext zu verwalten und die Einwilligung zur Datennutzung sicherzustellen. Dieser Ansatz würde die Entwicklung von Systemen ermöglichen, die den tatsächlichen Kommunikationspraktiken der Gemeinschaften näher kommen, und verhindern, dass Nutzer ihre Sprechweise an technologische Einschränkungen anpassen müssen. Der Vorschlag beinhaltet auch das Konzept der Datensouveränität und geht davon aus, dass die Gemeinschaften die Kontrolle darüber haben müssen, wie sprachliche Informationen gesammelt, genutzt und verwaltet werden. Wie sie erklärte, ist es das Ziel, dass sich die Technologie an die Menschen anpasst und nicht umgekehrt, wobei nicht nur die Sprache, sondern auch ihr kultureller und sozialer Kontext respektiert werden.