🟪🟩 Gestern in der KI-Masterclass ist etwas cooles passiert...
...das mich noch lange beschäftigen wird. Vor zweieinhalb Jahren haben wir zusammen sechs Custom GPTs gebaut. Jeder verkörperte einen der Denkhüte von Edward de Bono. Wir haben sie in Reihe geschaltet, Eingabe rein, jeder Hut gibt seinen Output, der nächste übernimmt. Damals haben wir uns durch Make gequält und das Ergebnis war in jedem Fall ein Aha-Moment. Gestern haben wir dieses Setup mit Claude Code in den Multiagenten-Modus gehoben. Und der Unterschied ist so fundamental, dass ich kurz innehalten musste. Die sechs Denkhüte haben nicht mehr der Reihe nach gesprochen. Sie haben miteinander geredet. Der blaue Hut hat moderiert. Es gab Abstimmungsrunden, Perspektiven wurden geteilt, hinterfragt, revidiert. Ein Agent hat den anderen gehört. Dann wurde wieder diskutiert, so lange, bis der blaue Hut signalisiert hat, dass alle Seiten gehört wurden und ein substanzielles Ergebnis vorliegt. Du gibst also eine Idee rein und bekommst kein Ergebnis zurück, das von einer Perspektive dominiert wird. Du bekommst eine echte Auseinandersetzung und das Ergebnis eines kollektiven Denkprozesses, der verschiedene Blickwinkel nicht nur abarbeitet, sondern wirklich integriert. Ich habe beim Zuschauen an die Momente gedacht, in denen ich in echten Teams erlebt habe, wie eine starke Stimme im Raum alle anderen zum Schweigen gebracht hat. Dieses System macht das anders. Hier darf jede Perspektive so lange sprechen, bis sie wirklich gehört wurde. Das geniale Ergebnis am Ende war nicht das Überraschendste. Das Überraschendste war der Weg dorthin. Welches Thema würdest du durch sechs Denkhüte schicken, die sich wirklich streiten dürfen? 👇