Spannende Zusammenhänge, liebe @Veronika Hübner Ich finde das "Noch Nicht" sehr wichtig. Eigentlich bei allem. Denn alles, was einmal existiert, war einst als Idee. Und wie könnten wir etwas lernen oder etwas neues erfahren, wenn wir es – statt "noch nicht" – "schon" gesehen, erfahren und durchlebt hätten! Spannend der Begriff Imbolc. Das ist bei mir gerade auch sehr präsent, da wir in Portugal gerade wie vom Regen in eine "Pause" versetzt worden sind und alles, wonach wir streben, was wir sehen une kennenlernen möchten "noch nicht" ist. Gleichzeitig entsteht in mir ganz viel Imbolc und ich spüre auch die Kraft dessen. Das erinnert mich an eine entspannte Antwort einer weisen Musikerin und Begleiterin zur Seelenstimme. Meine Frage an sie war: "Wie machst du es, dass du immer zu 100 % auf deine Stimme fokussiert bist und dein Gitarren- oder Klavierspiel dich nicht davon ablenkt und du immer mit Stimme und Instrument im Fluss bleibst?" Ihre Antwort: "Ich bereite mich einfach nicht vor. – Ich habe nie genug Zeit dazu." Und seit ich viel weniger Gitarre übe und irgendwelche "Noch-Nichte" übe und vorbereite, habe ich wieder viel mehr diese Flow Momente beim Singen und Spielen. Ich glaube, das ist Imbolc und ab einem gewissen Zustand bzw. ab einer bestimmten Fähigkeit der Hingabe und von Fokus auf die Tätigkeit, kann zu viel Üben, wie sie auch sagte, eher das Gegenteil bewirken. Daher bin ich – gerade auf beengtem Raum im Camper – nicht traurig, dass ich wenig Raum habe, sondern genieße dieses Gefühl von etwas, das aus mir heraus sich entwickelt und wenn ich dann die Gitarre nehme und singe, nehme ich mehr von diesem Flow wahr, nach dem ich mich letztes Jahr, als ich die Frage gestellt habe, sehnte.