Guten Morgen zusammen, zwei Wochen lang habe ich es angekündigt, jetzt kommt es: das Problem der Woche. Aus dem Thread „Tokensumpf in großen Chats“ und euren Fragen zu Limits habe ich zusammengefasst, was wirklich hilft. Dazu der Prompt der Woche #2. Warum Chats zum Sumpf werden: Je länger ein Chat, desto mehr Verlauf zählt bei jeder neuen Nachricht mit. Das frisst Limit, und die KI verliert bei langen Chats oft den Faden. Beides lässt sich mit denselben Gewohnheiten lösen. Die wichtigsten Hebel, nach Wirkung sortiert: 1. Ein Chat pro Aufgabe. Neues Arbeitsblatt, neuer Chat. Das bringt am meisten. 2. Wird ein Chat lang, fasst du ihn zusammen und startest neu (Prompt unten). 3. Lade nur hoch, was die KI wirklich braucht: ein Kapitel statt das ganze Schulbuch. Text oder Markdown statt PDF, wenn es nicht viele Bilder sind. Gratis-Tools wandeln PDF und Word in Markdown um. 4. Kleine Projekte statt große. Nicht „Mathematik“, sondern „Mathematik Unterstufe“. So liegen keine Oberstufen-Dateien im Projekt, die ihr für die 5er nicht braucht. 5. Erst planen, dann erstellen. Lass dir zuerst eine Gliederung geben, korrigiere sie, und gib erst danach den Auftrag für das fertige Material. 6. Wiederkehrende Wünsche gehören in die Projekt-Anweisungen, nicht in jeden Chat neu („immer drei Niveaus, Lösungen am Ende“). 7. Wenn ein Ergebnis nach vielen Nachbesserungen immer schlechter wird: nicht noch einmal korrigieren, sondern neuer Chat mit einer sauberen Beschreibung dessen, was ihr wollt. 8. Am Rechner: Ein Ordner pro Fach mit Claude Code kann sich lohnen. Dafür muss man sich aber etwas einarbeiten, und wie weit das Kontingent reicht, müsst ihr ausprobieren. Der Prompt der Woche #2 zum Kopieren (am Ende eines langen Chats): Fasse diesen Chat so zusammen, dass ich in einem neuen Chat nahtlos weitermachen kann. Gliedere in: 1. Ziel der Aufgabe 2. Was schon entschieden oder fertig ist 3. Was noch offen ist 4. Wichtige Vorgaben (Klasse, Stil, Länge, Regeln) 5. Der letzte Stand des Ergebnisses