⚡️ Umgang mit Triggern- wie merke ich überhaupt, dass ich getriggert bin?
Mein Puls steigt. Meine Stimme wird lauter. Etwas in mir fühlt sich fest an. Die Spannung in mir nimmt zu, doch ich diskutiere noch weiter- er muss doch verstehen, was ich ihm sagen will! "Du bist getriggert, lass uns auf diese Weise nicht weiter reden", sagt er. Bin ich getriggert? Ein kampfeslustiger Anteil in mir will sofort widersprechen. Ich bin nicht getriggert! Du hörst mir gar nicht richtig zu! Bin ich getriggert? Ich beobachte meinen Zustand und muss schmunzeln. Natürlich bin ich sowas von getriggert! ✋🏼 Hand aufs Herz- wer kennt solche Situationen auch? Wenn wir uns aus unserer Präsenz heraus selbst beobachten, können wir die Anzeichen gut erkennen. Körpersignale wie Anspannung, Nervosität, höherer Puls, schwitzige Hände, Herumzappeln zeigen es uns. Emotionen wie Wut, Erstarrung, Angst oder Ohnmacht zeigen es uns. Unser Verhalten spiegelt es uns: Sind wir im Angriff oder in der Verteidigung? Was Beziehungen oft anstrengend macht ist, dass wir uns nicht so richtig eingestehen wollen, dass wir gerade getriggert sind. Im Moment des Triggers rutschen wir meist erst einmal in einen weniger bewussten, kleineren Anteil hinein und es fällt uns schwerer, uns dabei weiter zu beobachten. Wir haften an die unerlösten Gefühle an und auf einmal scheint die Realität so zu sein. Der andere erscheint vielleicht wie ein Feind, wir fühlen uns bedroht, oder haben Angst, verlassen zu werden. 👣 Der erste Schritt in einen bewussten Umgang mit Triggern ist, sie ehrlich wahrzunehmen. Klingt erst einmal sehr einfach und logisch. Aber dann kommen gleich die kleineren Anteile, die in voller Lautstärke innerlich schreien- das ist ungerecht, das ist falsch, das ist schlimm etc. Und mein Gegenüber dient dann wunderbar als Projektionsfläche für diese unangenehmen inneren Regungen. Schließlich hat der andere sie ja ausgelöst! Oder? Nun, jedenfalls kann ich erkennen, dass etwas in mir ausgelöst ist und ich mich reaktiv auf einen Impuls aus dem Außen verhalte. Also hat das ganz klar etwas mit mir zu tun.