Ich sitze gerade hier und lasse die letzten Tage auf mich wirken. Es fühlt sich an, als wäre in dieser Woche unglaublich viel in Bewegung gekommen. Am 23.07.2026 hat die Schattengold Challenge begonnen und ich glaube, ich habe eine der lebendigsten und tiefsten Gruppen erlebt, die wir bisher hatten. Noch nie war unser Gruppenchat so aktiv. Von Anfang an entstand ein Raum, in dem sich die Frauen gegenseitig getragen, gespiegelt und ermutigt haben. In unserer ersten tiefen Trance begegneten wir dem Archetyp der Wolfsfrau / Wildfrau ... jener ursprünglichen, intuitiven Kraft in uns, die Carl Gustav Jung vielleicht als Bild des Unbewussten beschrieben hätte und die Clarissa Pinkola Estés mit ihrem Werk Die Wolfsfrau für viele Frauen wieder lebendig gemacht hat. Was mich besonders berührt, sind die vielen Synchronizitäten, die in der Gruppe auftauchen. Frauen, die sich vorher nicht kannten, erzählen nahezu dieselben Themen, Träume oder inneren Konflikte. Manche schreiben einen Beitrag und fünf andere antworten: "Genau das erlebe ich gerade auch." Diese Spiegelungen sind kein Zufall im Sinne einer einfachen Erklärung. Sie zeigen vielmehr, wie sehr wir Menschen über gemeinsame archetypische Themen miteinander verbunden sind. Wenn wir den Mut haben, sie bewusst anzuschauen, entsteht oft ein tiefes Gefühl: "Ich bin nicht allein." Auch mich begleiten diese Symbole. Bereits auf meiner Reise an den Bodensee begegneten mir die Meerjungfrau und der weiße Wolf. In der Archetypenarbeit werden Tiere zu kraftvollen Bildern des Unbewussten. Viele erleben solche Begegnungen als bedeutungsvolle Impulse für ihren eigenen Entwicklungs- und Wandlungsprozess. Was ich immer wieder beobachte Je länger ich mit Frauen arbeite, desto deutlicher erkenne ich ein Muster. Es sind häufig hochkompetente, hochsensible und hochempathische Frauen. Viele sind beruflich erfolgreich. Sie tragen Verantwortung, führen Teams, arbeiten therapeutisch, pädagogisch oder kreativ. Und doch verstecken viele einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit.