Es beginnt oft mit einem Smartphone, einer Trading App und dem Traum vom schnellen Geld. Ein junger Mensch investiert seine ersten 2.000 Euro. Wenige Tage später stehen 2.500 Euro auf dem Bildschirm. Die Begeisterung wächst. Der nächste Einsatz wird größer, der Hebel höher. Doch plötzlich dreht der Markt. Innerhalb weniger Stunden ist das Konto leer. Was wie ein Einzelschicksal klingt, beschreibt ein ernstes Problem einer Generation, die den Börsenhandel zunehmend über soziale Medien entdeckt. Die Zahlen sind alarmierend. Untersuchungen und Warnhinweise von Brokern zeigen, dass rund 70 bis 80 Prozent der privaten CFD Konten Geld verlieren. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin ermittelte bei Turbo Zertifikaten sogar eine Verlustquote von 74,2 Prozent unter privaten Kleinanlegern. Noch drastischer klingt die bekannte 90-90-90-Regel. Ihr zufolge verlieren 90 Prozent der Trading Anfänger innerhalb von 90 Tagen rund 90 Prozent ihres eingesetzten Kapitals. Diese Regel ist allerdings keine wissenschaftlich gesicherte Statistik, sondern eine Warnformel aus der Trading Szene. Warum trifft es gerade junge Trader? Die Antwort liegt häufig in einer gefährlichen Mischung aus Ungeduld, fehlender Erfahrung und überhöhten Gewinnerwartungen. Auf TikTok, Instagram und YouTube präsentieren selbst ernannte Trading Experten ihre Gewinne. Verluste bleiben dagegen meist unsichtbar. Besonders gefährlich wird es, wenn junge Anleger mit geliehenem Kapital, CFDs oder hoch gehebelten Zertifikaten handeln. Bereits kleine Kursbewegungen in die falsche Richtung reichen aus, um den gesamten Einsatz auszulöschen. Ein Hebel von 20 bedeutet beispielsweise, dass eine Kursbewegung von fünf Prozent gegen die eigene Position rechnerisch das eingesetzte Kapital aufzehrt. Produktkosten und Handelsbedingungen verschärfen das Risiko zusätzlich. Doch muss Trading tatsächlich so funktionieren? Warum Michael Lietz mit seinem 3% Value Swing Trading einen anderen Weg geht. Der Börsenautor und Investor Michael Lietz verfolgt mit seinem 3% Value Swing Trading eine andere Philosophie. Statt auf hochriskante Wetten setzt er auf fundamental geprüfte Aktien etablierter Unternehmen.