Schönen guten Tag, es gibt einen Knopf, den ich zweimal in meinem Leben gedrückt habe, mit demselben Ergebnis. Der Knopf heißt „Veröffentlichen“. Das erste Mal kurz nach der Bank. Ich hatte einen teuren Zugang zu einem Homepage-System gekauft und die Seite wochenlang selbst gebaut. Abends, nach dem Essen. Texte geschrieben, gelöscht, neu geschrieben. Ein Foto ausgesucht, auf dem ich aussehe wie jemand, den man bucht. Dann habe ich auf Veröffentlichen gedrückt. Und gewartet, dass die Welt kommt. Nichts. Es kam niemand... Das zweite Mal im August 2024. Ich habe meine erste Community auf Skool gegründet und dachte: Jetzt bin ich sichtbar. Jetzt wollen zehntausend Leute rein. Es kamen ein paar. Dann schlief es ein... Ich kann dir heute ganz nüchtern sagen, warum. Man drückt auf Veröffentlichen und vermutet, dass die ganze Welt auf die eigene Seite will. Man bleibt trotzdem unsichtbar. Weil niemand die Seite kennt. Und weil niemand weiß, wofür man eigentlich steht. Was das mit mir gemacht hat, habe ich damals niemandem gesagt. Ich war der Mann, der 28 Filialen geprüft hat. Bei dem 180 Leute angerufen haben, wenn etwas nicht stimmte. Und jetzt saß ich vor einem Bildschirm und war für die Welt da draußen ein Anfänger. Mit 50. Mein erster Gedanke war nicht: „Da stimmt etwas Grundsätzliches nicht.“ Mein erster Gedanke war: „Ich muss es besser machen.“ Also habe ich es besser gemacht. Neue Texte. Ein Coaching. Eine Ausbildung. Ein Mentoring. Jedes hat mir etwas beigebracht. Keines hat die Frage beantwortet, die die ganze Zeit offen war: Worauf baue ich das hier eigentlich auf? Die Homepage war nie das Problem. Die Community war nie das Problem. Das Problem war, dass dahinter ein Mann stand, der zehn Dinge konnte und nicht in einem Satz sagen konnte, für welches davon man ihn buchen soll. Ich sehe das heute bei fast jedem Experten, der zu mir kommt. Die Website ist fertig. Das LinkedIn-Profil hat den dritten Slogan. Es gibt eine Gruppe mit 15 Leuten. Alles da. Nur der eine Satz fehlt.