@Ralf Pinzer 1.) Der intrinsische Wert von Irgendetwas ist ein konzept, das nicht erst seit Marx'ens Arbeitswerttheorie in den Köpfen der Menschen herumspukt. 2.) Wert ist IMMER subjektiv, weshalb die objektive Werttheorie ein Mittel ist, die Köpfe der Menschen zu verdrehen. Ein einfaches Beispiel soll das verdeutlichen: Ein Glas Wasser hat für einen verdurstenden in der Wüste einen anderen Wert, als ein Glas Wasser auf dem Frühstückstisch für eine wohlgenährte Europäerin beim Sonntagsfrühstück. Und welchen Wert hat ein Glas Wasser mitten auf einem leeren Ikea Parkplatz, von dem Niemand weiss, wer es dort vergessen hat? Auch der „Vergessnde“ nicht? Damit ist die objektive Werttheorie die den „intrinsichen“ oder „inhärenten“ - also einer Sache innewohnende - Wert, ad absurdum führt. Wert ist IMMER subjektiv. Und sogar der Netzwert einer Sache ist subjektiv, 3.) Geld hat drei Funktionen: 1) allgemein akzeptiertes Tauschmittel, 2) Wertspeicher, 3) Recheneinheit. Als Tauschmittel kommt alles in Frage, auf das sich eine breite Menge einigt: Euro, Dollar, Muscheln, Glasperlen, Golklumpen, Silbermünzen, Bitcoin. Als Wertspeicher haben Muscheln und Glasperlen in der Vergangenheit kläglich versagt. Durch äußere Ereignisse, „Schwarze Schwäne“. Gold eher (noch?) nicht. Immobilien werden aber auch versagen. Als Investment-Vehikel, das viele zum Schlagen der Inflation des FIAT Geldes einsetzen. (Wachsen einer Immobilie von selbst ein neuer Balkon oder eine Wärmedämmung, oder müssen diese mühsam „angebaut“ werden? Beides könnte den Wert einer Immobilie steigern, aber wie wir bei der Wärmedämmung und dem Heizungsgesetz sehen, muss das nicht unbedingt der Fall sein. Es gibt einfach zu viele Drittparteirisiken (in diesem Fall der Staat/Gesetzgeber). Wenn man selber in einer Immobilie lebt, geht das alles vielleicht noch klar. Als Rendite-Objekt jedoch nicht. Das ist ein Traum, der bald ausgeträumt sein dürfte, wenn man sich die aktuelle Lage, den demografischen Wandel und die Entwicklung der Welt näher ansieht.)