@David Reiter freut sich auf seine Marokko-Reise im März – aber nicht einfach auf das Land, sondern auf ein ganz bestimmtes Marokko. Nämlich das aus Jim Jarmuschs „Only Lovers Left Alive“: Musik aus versteckten Bars, diese melancholische Atmosphäre. Der Film spielt in Tanger, David fliegt nach Marrakesch – völlig egal. Der Vibe hat sich längst vom konkreten Ort gelöst und auf das ganze Land übertragen. Das Faszinierende daran: Filme geben uns emotionale Landkarten von Orten, an denen wir nie waren. Paris ist romantisch wegen „Midnight in Paris“. Rom ist „La Dolce Vita“. Japan ist Studio Ghibli. Diese Projektionen reisen mit – auch wenn die Realität dann ganz anders ist. Und genau das macht die Vorfreude aus. Deshalb unsere Frage an euch: 💬 Welche Filme haben euch Erwartungen an Länder oder Städte gegeben, die immer noch nachhallen? Teil gerne eure Gedanken dazu: - Welche Film-Projektionen tragt ihr noch im Gepäck für Orte, wo ihr noch nicht wart? Und freut ihr euch darauf, dass die Realität euch überrascht – oder würde euch Enttäuschung nerven? - Wart ihr schon mal an einem Ort, auf den ihr durch einen Film gekommen seid und war es dort „genauso“? Oder ganz anders? Wie seid ihr mit der Diskrepanz zwischen Film-Projektion und Wirklichkeit umgegangen? Wir sind neugierig auf die emotionale Landkarte der Community.