Ausbildungsschwerpunkte: alles was Archäologisch ist, also Funde aus der Erde in der Regel und von Menschen gemacht. Damals noch bevor es Studiengänge gab lernten wir die Abformung von original Objekten, Herstellung von Kopien und Farbfassung, Metallrestaurierung (Gold, Silber, Bronze, Eisen), Keramikrestaurierung, Glasrestaurierung, Lederrestaurierung ..... wir hatten während meiner Ausbildung die Kleidung von Ötzi bei uns zum Konservieren...., Holzrestaurierung (können auch mal Schiffe sein). Man spezialisiert sich dann irgendwann im Laufe des Berufslebens. Ich habe viel Eisen und Glas restauriert. Später Blockbergungen von einem der größten Altsächsischen Gräberfelder (Immenbeck). Blockbergungen sind quasi Minigrabungen. Man holt die Befunde nicht einzeln heraus, sondern mit der umgebenden Erde, damit rettest du auch Textilreste. Und die letzten 11 Jahre habe ich fast nur noch virtuell restauriert, d.h. CT-Daten von Sensationsfunden aus Niedersachsen ausgewertet und bearbeitet, animiert für Ausstellungen..... ich hänge mal was an :-) Gruselig war es als wir mal irgendwann Moorleichenreste in der Werkstatt hatten. Da war zwar nicht mehr so viel übrig, da die "Dame" in den Torfschredder geraten war. Einzig die Hand war noch so wie man das von Moorleichen kennt. Diese Überreste lagerten sehr lange bei uns. Ich konnte den Raum nicht betreten.... mir wurde immer übel..... später wurde eine Gesichtsrekonstruktion gemacht... Insgesamt 3, alle sehr unterschiedlich, aber eine sah mir verdammt ähnlich.... spooky